Verdacht auf RandalePolizei nimmt gefürchteten Hooligan „Ivan“ in Köln fest
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Auf Ivan Bogdanovs rechter Brust prangt eine tätowierte Handgranate.
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Köln – Die Polizei hat am Mittwochabend in der Innenstadt acht Hooligans aus Belgrad in Gewahrsam genommen, die kurz zuvor angereist waren. Es handele sich um „eine Präventivmaßnahme“, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe Hinweise, dass die Festgenommenen in Köln Randale machen wollten. Sie wurden dem Haftrichter vorgeführt.
Unter den Festgenommen soll sich laut unserer Informationen der gefürchtete Neonazi und Hooligan „Ivan der Schreckliche“ befunden haben. Die Beamten schnappten ihn gemeinsam mit anderen Belgrad-Hooligans auf der Kömödienstraße.
Am späten Mittwochabend sicherte die Polizei noch ein Fan-Auflauf von mehreren Anhängern von Roter Stern Belgrad auf der Zülpicher Straße. Zu Ausschreitungen kam es dabei nicht.
Die Polizei rechnet vor dem Spiel des 1. FC Köln gegen Roter Stern Belgrad (Anpfiff am Donnerstag um 19 Uhr) mit der Anreise von 5000 serbischen Fans, nur für die Hälfte von ihnen sind im Rhein-Energie-Stadion Plätze bereit. 500 Roter-Stern-Anhänger sind als „Risikofans“ eingestuft, so der Einsatzleiter der Kölner Polizei, Michael Temme.
2300 Polizisten aufgeboten
Auf Kölner Seite rechnet er mit genau so vielen problematischen Randalierern. Deshalb bietet die Polizei mehr als 2300 Polizisten. Die Belgrad-Fans planen einen Fanmarsch vom Neumarkt Richtung Stadion. Um Hooligans in Schach zu halten, stehen auch Wasserwerfer bereit. Mitten im Feierabendverkehr müssen sich Autofahrer auf Sperrungen entlang der Aachener Straße einstellen.
Kölner Polizisten bereiten sich auf die Ankunft der Belgrader Fans vor.
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Die Behörden raten dringend, stadtauswärts auf die Luxemburger oder die Venloer Straße auszuweichen. Fußballfans ohne gültiges Ticket für das Spiel werden in Stadionnähe aufgegriffen und von der Polizei wieder weggeführt.
Auch nach dem Spiel wird die Polizei mit einem massiven Aufgebot im gesamten Kölner Westen im Einsatz sein. (red)