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StaatskriseSüdkoreanisches Gericht weist Amtsenthebung von Regierungschef ab

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24.03.2025, Südkorea, Seoul: Han Duck Soo, Premierminister von Südkorea, spricht während eines Briefings im Regierungskomplex in Seoul, Südkorea. Foto: Ahn Young-joon/AP Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Han Duck Soo, Premierminister von Südkorea, spricht während eines Briefings im Regierungskomplex in Seoul, Südkorea.

Ministerpräsident Han Duck Soo übernimmt damit wieder die Amtsgeschäfte des suspendierten Präsidenten Yoon Suk Yeol.

Südkoreas Verfassungsgericht hat die Amtsenthebung des im Zuge der Staatskrise suspendierten Regierungschefs Han Duck Soo abgewiesen. Damit wird der 75-jährige Han wieder in sein Amt als Ministerpräsident zurückkehren und auch die Amtsgeschäfte des suspendierten Präsidenten Yoon Suk Yeol übernehmen.

Am 3. Dezember hatte Yoon im Zuge eines Haushaltsstreits mit der Opposition kurzfristig das Kriegsrecht ausgerufen und damit sein Land in eine tiefe Staatskrise gestürzt. Er warf der Opposition damals unter anderem vor, von kommunistischen Kräften unterwandert zu sein. Beweise dafür gibt es nicht.

Im Zuge der Staatskrise stimmten die Abgeordneten am 27. Dezember auch für eine Amtsenthebung Hans. Dem konservativen Politiker wurde unter anderem vorgeworfen, bei der Verhängung des Kriegsrechts durch Präsident Yoon als Komplize agiert zu haben. Han selbst stritt dies stets ab.

Urteil über Yoons Zukunft in Kürze erwartet

In Kürze wird das Verfassungsgericht auch über die Amtsenthebung des suspendierten Präsidenten Yoon entscheiden. Sollte Yoons Amtsenthebung vom Verfassungsgericht bestätigt werden, müssten innerhalb von 60 Tagen nach dem Urteilsspruch Neuwahlen stattfinden. Andernfalls würde Yoon wieder ins Präsidentenamt zurückkehren.

Es wird erwartet, dass die Richter des Verfassungsgerichts ihr Urteil möglicherweise noch in dieser Woche verkünden. Ein offizieller Termin für den Urteilsspruch steht jedoch bislang nicht fest. (dpa)