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Umweltfreundliche Entkalker?So entfernen Sie Kalk ohne Chemie

Lesezeit 2 Minuten
Jemand spritzt eine Flüssigkeit in einen Wasserkocher.

Umweltfreundlich Kalk loswerden: Das geht mit Essigsäure, Milchsäure und Zitronensäure.

Chemische Entkalker können die Umwelt belasten. Doch es gibt Mittel, die Kalk entfernen, ohne die Natur zu beeinträchtigen. Was beim Kauf zu beachten ist. 

Kalk hinterlässt hässliche und störende Rückstände in Geräten, auf Armaturen und Co. Bad und Küche sind typische Fundorte für Kalk. In Küchenmaschinen wie Wasserkocher oder Kaffeezubereiter entstehen ebenfalls häufig Kalkflecken. Denn die Bestandteile in hartem Wasser, das hier genutzt wird, können schnell für Ablagerungen sorgen.

Wie wird man den Kalk schnell wieder los? Und was gibt es zu beachten, wenn man umweltfreundliche Produkte kaufen will? Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt dazu Tipps.

Entkalker: Auf die Säure kommt es an

Wer sich Entkalkungsmittel aus dem Supermarkt holt, handelt nicht immer nachhaltig. Denn diese Mittel enthalten oft eine Industriechemikalie namens Sulfamid-Säure, auch Amidosulfon-Säure genannt. Da Kläranlagen diese Chemikalie nicht zurückhalten können, kann diese in die Umwelt oder sogar ins Trinkwasser gelangen, erklärt Effers, die Expertin für Umwelt und Gesundheitsschutz ist.

Es gibt aber auch Essig-, Milch- und Zitronensäure, die vollständig biologisch abbaubar sind, so Effers. Das Problem: Welche Säuren in Entkalkern oder Reinigern enthalten sind, erkennt man meist erst über Datenblätter im Internet. Die Inhaltsstoffe auf der Verpackung müssen nämlich nicht alle einzeln aufgeführt werden.

Beim Entkalken von Geräten auf Herstellerangaben achten

Übrigens: Geht es darum, Kalk aus Küchengeräten zu entfernen, ist es wichtig, geeignete Mittel zu verwenden. Um Schäden zu vermeiden, sollten die Mittel nicht zu lange einweichen - bei Geräten sollte man auf die Verpackungshinweise achten und die Mittel möglichst schnell wieder abspülen. (dpa)