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WissensspaziergängeIm Telekom-Naturschutzprojekt bei Flamersheim ist vieles zu entdecken

Lesezeit 3 Minuten
Das Luftbild zeigt oben links Flamersheim. Zentral sind das Logo der Telekom und den Slogan #Green Magenta zu sehen - in dieser Form wurden Millionen Pflanzen auf einem Acker ausgesät

Die Telekom hat auf einem Acker nahe Flamersheim Millionen von Blühpflanzen ausgesät, die von oben betrachtet das Telekom-Logo und den Slogan #Green Magenta darstellen

22 Millionen Pflanzen sind für ein Naturschutzprojekt ausgesät worden. Hier wird auch die Verzahnung von Natur und Technik erforscht.

Unzählige Bienen und andere Insekten summen. Immer wieder machen sich die Teilnehmer des Rundgangs gegenseitig auf farbenprächtige Schmetterlinge aufmerksam, die zwischen den nicht weniger bunten Wildpflanzen hin und her schwirren. Über einen geschwungenen Pfad führt sie der Weg quer durch ein 40 Hektar messendes Feld nahe Flamersheim.

Unter dem Titel ‚Magenta Blossom‘ unterstützt die Telekom hier ein Projekt für den Naturschutz und die Artenvielfalt des Landwirtschaftsbetriebs Ariwa, der die Ackerfläche zur Verfügung stellt. Dies geschieht in einem XXL-Format, wie es das so wahrscheinlich kein zweites Mal gibt“, berichtet Projektleiter Christian Hammerschmidt.

In Flamersheim wird Technik für nachhaltige Landwirtschaft erforscht

Zwischen die für die Voreifel typischen, mehr als drei Millionen Zuckerrübenpflanzen mischen sich auf dem Gelände fast 22 Millionen Wildkräuter und Pflanzen. Ein Bild, das die Teilnehmer der Wissensspaziergänge immer wieder ins Staunen versetzt.

Der Imker Patrick Köhler trägt einen weißen Schutzanzug und hält ein Smartphone in der Hand. Über eine App den Gesundheitszustand der Bienen ablesen.

Über eine Handyapp kann Imker Patrick Köhler den Gesundheitszustand der Bienen ablesen.

Doch nicht nur optisch soll „Magenta Blossom“ für Aufsehen sorgen, sondern auch neue Erkenntnisse im Einsatz von Technik für nachhaltige Landwirtschaft bringen. „Klimaschutz ist ein Thema, das uns alle angeht“, so Hammerschmidt: „Wir als Telekom setzen unter anderem bei der Vernetzung all dieser technischen Möglichkeiten an.“

Naturfreunde können das Projektfeld jederzeit besuchen

Mithilfe von Sensoren und einer Handyapp könne etwa ein Imker künftig den Gesundheitszustand seines Schwarms überprüfen, ohne die Tiere bei ihrer Arbeit zu stören. „Auf dem Smartphone kann ich Temperatur und Luftbeschaffenheit ablesen. Daran erkenne ich, ob es den Bienen gut geht und während der Brutzeit alles nach Plan verläuft“, so Imker Patrick Köhler. „Wir würden wohl auch eher gereizt reagieren, wenn uns zuhause ständig jemand die Decke über dem Kopf wegreißt und uns rauszieht, um uns zu untersuchen“, fügte Pressesprecherin Michaela Weidenbrück hinzu.

In einem Feld voller blühender Pflanzen ist in der Mitte ein Weg, den Wanderer nutzen können, um die Pflanzen zu betrachten.

Quer durch das 40 Hektar große Projektfeld schlängelt sich ein Fußweg, der Natur- und Wanderfreunden jeden Tag offen steht.

An einem Feld mit zahlreichen blühenden Pflanzen steht eine Infotafel, die das Naturschutzprojekt der Deutschen Telekom beschreibt.

Dank zahlreicher Infotafeln können Spaziergänger auch ohne geleiteten Rundgang alles Wissenswerte über das Projekt in Erfahrung bringen.

Neben dem Erhalt der Artenvielfalt sollen die Spaziergänge in Zusammenarbeit mit Landwirten und den Hochschulen Weihenstephan-Triesdorf und Nürtingen-Geislingen auch mögliche Folgen auf den Ackerbau beleuchten. „Beide Seiten berichten von ihren Erfahrungen mit dem Projekt, und eine Auswertung der Daten wird in Zukunft Aufschluss darüber bringen, ob mit diesem Wechsel zwischen Acker- und Wildpflanzen vielleicht sogar die Qualität des Bodens durch neue Stickstoffbinder und Nährstoffe erhöht werden kann“, berichtet Christian Hammerschmidt.

Der Rundgang durch das Feld östlich von Flamersheim steht Besuchern zu jeder Zeit offen und soll für die immer stärker in den Fokus rückenden Themen Naturschutz und Artenvielfalt sensibilisieren. Hammerschmidt: „Auch abseits der Führungen können sich Besucher dank der zahlreichen Infotafeln über die Einzelheiten des Projekts schlaumachen, mit dem wir hoffentlich einen weiteren großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gehen können.“

Für Sonntag, 27. August, ab 10 Uhr, ist eine Wiederholung aller drei Wissensspaziergänge auf dem Gelände geplant. Details dazu und zum gesamten Projekt gibt es online.