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Schafe zwischen ModulenSolarpark bei Weilerswist soll Strom für 5000 Menschen liefern

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Das Luftbild zeigt das Areal, auf dem der Solarpark entstehen soll.

An der L194 zwischen Hausweiler und Vernich wird ein Solarpark realisiert. Fertig sein soll er Anfang Juli.

Vom Solarpark, der gerade zwischen Hausweiler und Vernich entsteht, könnte auch die Gemeinde Weilerswist mit bis zu 10.000 Euro jährlich profitieren.

Die Arbeiten für den Solarpark entlang der L194 zwischen Hausweiler und Vernich haben begonnen. Das Unternehmen Abo-Energy wird dort auf einer Fläche von etwa 4,1 Hektar bis Anfang Juli rund 7900 PV-Module verbauen.

Die PV-Module werden nach Angaben von Lena Fritsche, der stellvertretenden Leiterin der Unternehmenskommunikation von Abo-Energy, auf einer Leichtmetallkonstruktion verschraubt, die lediglich in den Boden gerammt wird. Dadurch werde weniger als ein Prozent der Fläche versiegelt. „Hierdurch und durch die extensive Grünlandnutzung und die Abtropfkanten zwischen den Modulen kann das Wasser wie gewohnt auf der Fläche versickern“, versichert die Unternehmenssprecherin.

Solarpark soll fünf Millionen Kilowattstunden Strom produzieren

Die Fläche sei bisher intensiv landwirtschaftlich genutzt worden. Der Solarpark habe eine Nennleistung von etwa 4,9 Megawatt Peak und werde jährlich rund fünf Millionen Kilowattstunden Strom produzieren, so Fritsche. „Bei der Technik werden ausschließlich Komponenten mit hohen Effizienzstandards verwendet. Ein wichtiger Punkt bei der Wahl des Modulherstellers ist die Sicherheit vor Blendung.“

Mit dem jährlich gewonnenen Strom könne man bis zu 5000 Menschen mit Energie versorgen. Auch die Gemeinde Weilerswist wird von dem Solarpark profitieren. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz biete die Möglichkeit, Kommunen finanziell am Ertrag von PV-Freiflächenanlagen mit bis zu 0,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde zu beteiligen, erklärt die Unternehmenssprecherin.

Gemeinde soll von Solarpark an der L194 finanziell profitieren

Bei der geplanten Anlagengröße von etwa 4,9 Megawatt Peak könnte die Gemeinde demnach Einnahmen in Höhe von jährlich bis zu 10.000 Euro erzielen, so Fritsche. Mit der Gemeinde Weilerswist und den zuständigen Naturschutzbehörden des Kreises Euskirchen sei ein ganzheitliches Natur- und Umweltschutzkonzept erarbeitet worden. In diesem Zusammenhang habe man vereinbart, dass eine 1,5 Hektar große Ausgleichsfläche für Feldlerche und Rebhuhn südlich des Solarparks auf der anderen Seite der L194 angelegt werde, so Fritsche.

„Durch die Umnutzung kann das Areal ökologisch aufgewertet werden. Die Böden werden von Düngemitteln und Gülle verschont und können sich erholen. Die Nitratbelastung geht zurück, was zum Schutz des Grundwassers beiträgt.“ Der Abo-Energy-Sprecherin zufolge laufen Gespräche mit einem Schäfer, der die Grünpflege und die Bewirtschaftung der Fläche übernehmen möchte.

Ein weiterer Solarpark auf Weilerswister Gebiet soll nach Angaben von Henning Hand, Wirtschaftsförderer der Gemeinde, bei Neuheim an der A1 errichtet werden. Realisiert wird die Anlage vom Euskirchener Energiedienstleister e-regio mit Unterstützung des Euskirchener Unternehmens F&S solar concept. F&S plant, mehr als 13 200 Solarmodule aufzustellen, die im Idealfall jährlich 7,5 Millionen kWh liefern sollen.