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SanierungStraßenlampen in Odenthal sollen auf LED umgestellt und digital gesteuert werden

Lesezeit 2 Minuten
Eine historische Straßenlaterne vor einem romanischen Kirchturm.

Die Straßenbeleuchtung in Odenthal soll auf LED umgestellt werden, die Steuerung soll digital erfolgen. Nur die historischen Laternen sollen bleiben.

Die Modernisierung der 1800 Leuchten soll rund 1,2 Millionen Euro kosten, wird mit 441.000 Euro gefördert und soll langfristig Geld sparen.

Viele neue Lichter sollen bald in Odenthal aufgehen. Die überalterte Straßenbeleuchtung soll durch ein modernes, intelligent zu steuerndes und energiesparendes System ersetzt werden. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss dem Gemeinderat zur Entscheidung empfohlen. Dessen Zustimmung gilt als sicher. CDU, Grüne und SPD stimmten für die neue Beleuchtung. Nur die FDP votierte dagegen.

Bisher sind im Gemeindegebiet nur 175 der insgesamt 1635 Leuchten an den Straßen und Wegen bereits auf LED-Technik umgestellt. Die übrigen 1460 sollen nun zügig folgen. Wie berichtet, hatte Odenthal vor rund zwei Jahren - wie damals auch die Nachbarkommunen Kürten und Burscheid - die Straßenbeleuchtung von der Belkaw für knapp 1,4 Millionen Euro (netto) übernommen, um sie künftig in Eigenregie betreiben zu können.

Die Gemeinde will mit den neuen Lampen Energie und Geld sparen

Von einer Modernisierung der Lampen und ihrer Schaltsysteme erhofft sich die Gemeinde energetische Einsparungen bei besserer Beleuchtung, geringere Wartungskosten und somit auch finanziell positive Effekte. Derzeit verursachten die alten Lampen, die im Schnitt 35 Jahre auf dem Buckel haben und 4030 Stunden im Jahr leuchten, Stromkosten von rund 103.000 Euro im Jahr.

Ein Ingenieurbüro prognostiziert allein durch die Umrüstung auf LED schon im ersten Jahr der Neuanschaffung eine Energieeinsparung von 56 Prozent oder umgerechnet 58.000 Euro. Durch den Einbau eines modernen, intelligenten Managementsystems, das viel mehr könne, als nur alle Lampen zu einer bestimmten Zeit am Abend ein- und am anderen Morgen wieder auszuschalten, seien weitere Einsparungen möglich.

Die Politik stimmte für ein einheitliches Beleuchtungssystem

Dieser Sicht schloss sich jetzt die politische Mehrheit an. Ausnahmslos alle Straßenlampen sollen auf LED umgerüstet und mit einem intelligenten Managementsystem ausgestattet werden. Es wird mit Investitionskosten von 1,2 Millionen Euro gerechnet, rund 441.000 Euro werden der Gemeinde aus Fördermitteln erstattet.

Damit sprachen sich CDU, Grüne und SPD dagegen aus, nur die fehlenden 1635 Leuchten auf LED nachzurüsten und ausschließlich diese dann mit der intelligenten Steuerung auszustatten. „Andernfalls hätten wir zwei verschiedene Systeme im Gemeindegebiet“, begründete Nicola Ciliax-Kindling mit Blick auf dann 175 Leuchten ohne Managementsystem.

Auch die Grünen wollten das „Komplettpaket“, es sei auf lange Sicht wirtschaftlicher, so Norbert Dörper für seine Fraktion. Die SPD schloss sich an, auch um bei den öffentlichen Fördergeldern auf Nummer Sicher zu gehen. Einzig die FDP wollte diesen Weg der Beleuchtung nicht mitgehen: „Man sollte das, was kaputt ist, austauschen. Und das, was läuft, laufen lassen“, sagte Alwine Hartwig (FDP).