Noch im Verlauf des Sommers dürfte der Brühler Bahnhof einen barrierefreien Zugang erhalten.
Arbeiten am BahnhofBis Ende 2027 soll in Brühl neue Radstation fertig sein

Der Brühler Bahnhof erhält einen barrierefreien Zugang. Anschließend wird eine Radstation gebaut, die die provisorische Fahrradgarage auf dem angrenzenden Parkplatz ersetzt.
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Der Vorsitzende des städtischen Verkehrsausschusses, Wolfgang Weesbach (SPD), bezeichnete das Bauprojekt am Brühler Bahnhof unmittelbar vor der Stellungnahme der Verwaltung noch als Neverending-Story. Doch offenbar ist nach jahrelangen Verzögerungen ein Ende in Sicht.
Zum ersten Teil, der Errichtung eines geneigten Gehwegs als barrierefreiem Zugang zum Bahnhof, erklärte Ralf Ritter, Technischer Beigeordneter der Stadt: „Wir rechnen mit einem Abschluss der Arbeiten im August.“ Bereits einige Wochen zuvor soll es ein Provisorium geben: Menschen mit eingeschränkter Mobilität können den Tunnel unter den Gleisen und damit auch der Aufzüge zu den Bahnsteigen erreichen, ohne Treppenstufen zu überwinden.
Die Tage der provisorische Radstation am Bahnhof sind gezählt
Kurz darauf, so Ritter, erfolge am Bahndamm, gleich neben der verkleinerten Treppe und der neuen Rampe der Spatenstich zum Bau der neuen Radstation. Die Tage des Provisoriums auf dem benachbarten Parkplatz sind damit gezählt. Die neue Fahrradgarage wird auf 540 Quadratmetern Platz für 612 Räder sowie einige Lastenräder bieten. Dort wird es auch öffentliche Toiletten geben, die während der Servicezeiten genutzt werden können.

Die provisorische Fahrradgarage auf dem angrenzenden Parkplatz wird bis Ende 2027 von einer neuen Radstation ersetzt.
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Der Betreiber der Station und damit auch der Anbieter von Serviceleistungen wird noch per Ausschreibung gesucht. Klar ist, dass das Gebäude ein begrüntes Dach mit Solarmodulen erhält und der Zutritt per Smartphone-App gesteuert wird. Der angrenzende Parkplatz bleibt während der Bauphase nutzbar. Ende 2027 soll alles fertig sein. „Die aktuell berechneten Bau- und Planungskosten für die neue Radstation belaufen sich rund 2,1 Millionen Euro. Über das Land erfolgt ein voraussichtlicher Zuschuss von gut 1,4 Millionen Euro“, so die Verwaltung.
Nach Fertigstellung der Radstation soll dann der geneigte Gehweg seinen finalen Oberflächenbelag erhalten. So vermeide man eine mögliche Beschädigung durch den Bau der Fahrradgarage. „Alle Arbeiten werden mit dem Eisenbahnbundesamt und dem beauftragten Bauüberwacher Bahn abgestimmt und von diesen freigegeben und begleitet“, so Ritter.
An diesem Punkt hakte es in der Vergangenheit. Die komplexe Abstimmung mit dem Bundesamt galt als Hauptgrund für die jahrelange Verzögerung des Projekts.