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Neuzugang von Stade RennesMartin Terrier erweitert die Offensiv-Optionen von Bayer 04 Leverkusen

Lesezeit 3 Minuten

Martin Terrier, Neuzugang von Bayer 04 Leverkusen, beim Training des Deutschen Meisters.

Der 27-Jährige überzeugt Trainer Xabi Alonso mit seiner Schnelligkeit, Abschlussstärke und Sicherheit im Passspiel.

Gut gelaunt durchschritt Martin Terrier die Räumlichkeiten der Bay-Arena. Obwohl er erst seit einer Woche Teil des Kaders von Erfolgstrainer Xabi Alonso ist, scheint sich der Neuzugang von Stade Rennes bereits gut im Rheinland eingelebt zu haben. Begeistert sprach der 27-Jährige von seinem Beginn in Leverkusen: „Der erste Tag war beeindruckend, ebenso wie das Training und die Infrastruktur. Die Integration im Team fiel mir leicht, weil viele Mitspieler Französisch oder Englisch sprechen.“

Für den gelernten Linksaußen war schon beim ersten Kontakt beider Vereine klar, dass er nach Leverkusen wechseln wollte: „Ich war viele Jahre in Frankreich. Ich hatte das Angebot vorliegen und wollte neue Kulturen und Ligen erkunden.“

Martin Terrier ist nach Jeanuel Belocian der zweite Spieler, der von Stade Rennes zu Bayer 04 wechselt

Terrier ist nicht der erste Spieler, der in diesem Sommer von Stade Rennes zum Deutschen Meister wechselte. Innenverteidiger Jeanuel Belocian kam ebenfalls vom französischen Traditionsklub und soll die Lücke schließen, die Josip Stanisic hinterlassen hat.

„Natürlich habe ich auch mit Jeanuel gesprochen. Es kamen nur positive Rückmeldungen“, fasst Terrier zusammen. Der Leverkusener Erfolg der vergangenen Saison blieb in Frankreich nicht unbeachtet: „Die Atmosphäre in Leverkusen wirkt beeindruckend. Ich möchte ein Teil davon werden. Ganz Frankreich hat das mitbekommen.“

Wir wollen das Double verteidigen und auch in der Champions League eine wichtige Rolle spielen
Martin Terrier, Neuzugang von Bayer 04 Leverkusen

Mit seinen 27 Jahren ist der Flügelstürmer kein Talent mehr, stattdessen bringt er viel Erfahrung mit: 292 Einsätze, 86 Tore und 31 Vorlagen in seiner bisherigen Karriere belegen dies. Der dribbelstarke Spieler ist abgeklärt im Torabschluss, sicher im Passspiel und er verfügt über ein hohes Tempo – Attribute, die sich perfekt in das Spielsystem von Xabi Alonso einfügen. Für Terrier ist die Mission in der kommenden Saison eindeutig: Titelverteidigung. „Wir wollen das Double verteidigen und auch in der Champions League eine wichtige Rolle spielen.“

Wie viele seiner Teamkollegen konnte auch Terrier dem Charisma seines neuen Trainers nicht widerstehen: „Der erste Eindruck von Xabi war beeindruckend. Man kennt ihn als Weltklasse-Spieler. Seine Ausstrahlung hilft der ganzen Mannschaft. Er kann sich gut in unsere Situationen hineinversetzen und mit den Spielern kommunizieren.“

Durch die Verpflichtung von Terrier stehen dem Bayer-Coach noch mehr Optionen in der Offensive zur Verfügung. Der daraus entstehende Konkurrenzkampf zwischen dem Neuzugang, Jonas Hofmann, Amine Adli und Nathan Tella soll die Spieler anspornen, ihre beste Leistung auf dem Platz abzurufen. Der neue Offensivmann vertraut dabei seinem Trainer: „Ich mache mir darüber keine Gedanken. Xabi weiß, wann Spieler Einsatzzeiten brauchen. Ich kann auf drei verschiedenen Positionen spielen. Weil wir in drei Wettbewerben vertreten sind, brauchen wir jeden Spieler, jeder ist wichtig.“

Dies wurde von Xabi Alonso in der vergangenen Saison immer wieder betont. Terrier ist nicht nur fußballerisch eine Bereicherung für die Leverkusener, sondern nach den Eindrücken der ersten Tage auch menschlich eine wertvolle Ergänzung.

Martin Terrier ließ sich bei seinem Reha-Programm von Florian Wirtz inspirieren

Mit Rückschlägen musste Terrier umgehen, denn den Großteil des Jahres 2023 laborierte der Franzose an einem Kreuzbandriss. Inspiration sammelte der Neuzugang damals von seinem jetzigen Teamkollegen Florian Wirtz: „Ich kannte Florian schon vor seiner Verletzung. Ich habe mir Online-Videos angeschaut, wie er sich fit hält, da ich zu dem Zeitpunkt die gleiche Verletzung hatte. Es ist unglaublich, wie er sich entwickelt hat.“

Aufmerksamkeit erhält Terrier immer wieder durch seinen besonderen Jubel. Wenn der Flügelstürmer ein Tor erzielt, simuliert er einen Dart-Wurf: „Mit einem guten Jugendfreund habe ich den Jubel damals gesehen. Für mich ist es eine Art Gemeinschaftsgefühl. Aktuell bin ich leider verhindert, Darts selbst zu spielen, aber ein Teamkollege kündigte schon an, alles Nötige mit ins Trainingslager zu nehmen.“

Es wird sicherlich keiner der Bayer-Verantwortlichen sowie der Leverkusener Fans Einwände haben, wenn der Jubel in der kommenden Saison häufig zu sehen sein wird.