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Innere KanalstraßeDeutsche Bahn tauscht 110 Jahre alte Kölner „Idiotenbrücke“ aus

Lesezeit 2 Minuten
26.03.2025, Köln: Die Bahn baute eine neue Eisenbahnbrücke an der Inneren Kanalstraße als Ersatz für das alte Bauwerk. Die bisherige, eingleisige Brücke steht an der Einmündung der Escher Straße (Richtung Krefelder Straße) und wird nach Fertigstellung des Neubaus abgebrochen Foto: Arton Krasniqi

Die Bahn baute eine neue Eisenbahnbrücke an der Inneren Kanalstraße als Ersatz für das alte Bauwerk. Die bisher eingleisige Brücke an der Einmündung zur Escher Straße ist 110 Jahre alt. Foto: Arton Krasniqi

Mit der Baumaßnahme verschwindet in Köln eine der beiden sogenannten Idiotenbrücken.

Die Deutsche Bahn hat mit den Vorarbeiten zum Neubau der Eisenbahnbrücke an der Inneren Kanalstraße/Einmündung Escher Straße begonnen. Das bisherige Bauwerk ist 110 Jahre alt und bei einer Durchfahrtshöhe, die wegen der Stahlbögen zwischen zwei und knapp fünf Metern variiert, nicht zu sanieren. Der Neubau kostet rund 13,5 Millionen Euro. Unter der alten Brücke sind immer wieder Lkw hängengeblieben, weil die Fahrer sich bei der Höhe verschätzt haben.

Die vorbereitenden Arbeiten sollen bis Anfang August abgeschlossen sein. Zwischen dem 8. und 29. August werden die alte Brücke und die Widerlager abgebrochen, die neuen errichtet und das neue Bauwerk eingehoben. Dazu muss die Innere Kanalstraße an den Wochenenden vom 8. bis 11. und 15. bis 18. August jeweils zwischen 22 und 5 Uhr gesperrt werden. Fußgänger und Radfahrer werden Geh- und Radwege auf beiden Seiten zwischen dem 8. und 18. August nicht nutzen können. Anschließend bleibt die Seite Richtung Zoobrücke für sie bis Mitte September gesperrt.

Die Bahnstrecke, auf der vor allem S-Bahnen fahren, kann zwischen Hansaring und Nippes vom 8. und 29. August nicht befahren werden. Laut DB soll ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden.

Mitte 2028 geht es mit vier Innenstadt-Brücken weiter

Der Austausch der Bahnbrücken in Köln wird Mitte 2028 fortgesetzt. Wegen des S-Bahn-Ausbaus auf der sogenannten Westspange zwischen der Südbrücke und Hürth-Kalscheuren müssen bis Ende 2029 vier Brücken in der Innenstadt abgebrochen und erneuert werden: Venloer Straße, Vogelsanger Straße, Zülpicher Straße, Luxemburger Straße. Deshalb wird zwischen dem Hauptbahnhof und Hürth-Kalscheuren 16 Monate lang kein Zug fahren. Die Ersatz-Verkehrskonzepte stehen noch nicht, laut Bahn haben die Abstimmungen mit der Stadt bereits begonnen.

Klar ist, dass die Luxemburger und die Zülpicher Straße zeitweise voll gesperrt werden müssen. Das soll aber nicht gleichzeitig, sondern im Wechsel erfolgen. Gleiches gilt für das Brückenpaar Venloer und Vogelsanger Straße. Ist die eine Straße dicht, bleibt die andere offen. Alle vier Bauwerke stammen aus den Jahren 1885 und 1886. Die Luxemburger Straße soll zusätzlich verbreitert werden und einen Mittelbahnsteig für die Stadtbahnen erhalten.

Das Auswechseln der Bahnbrücken an der Deutz-Mülheimer Straße zwischen dem Deutzer Bahnhof und der Lanxess-Arena musste wegen der beschlossenen Generalsanierung der sogenannten Hochleistungskorridore der Bahn bis 2030 unterbrochen werden. Eine neue Brücke ist schon in Betrieb, die vier weiteren werden erst in den 2030er Jahren folgen.