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Umzug nach Frankfurt geglücktNashornbulle Taco verlässt Kölner Zoo nach 27 Jahren

Lesezeit 3 Minuten
Nashornbulle Taco in seinem Gehege im Kölner Zoo.

Auf Wiedersehen, Taco! Der Nashornbulle zieht nach 27 Jahren aus dem Kölner Zoo aus.

Der Kölner Zoo hat einen schweren Abschied nach 27 Jahren zu verkraften.

Alte Tiere gehen, neue kommen hinzu – für den Kölner Zoo ist dieser Umstand alltäglich. Doch es gibt Fälle, die sind anders.

Wie in diesem Fall: Nach mehr als 27 Jahren hat der Kölner Zoo eines seiner beliebtesten Tiere verloren – Spitzmaulnashorn „Taco“. Am Dienstag (23. Juli 2024) wird „Taco“ in seinem neuen Zuhause in Frankfurt am Main vorgestellt. Express.de hat zuvor berichtet.

Bereits im Juni 2024 hatte der Kölner Zoo die Entscheidung (die er nicht selbst trifft) mitgeteilt – und damit viele Fans traurig gemacht. „Wir werden Taco vermissen. Das erste Tier des Kölner Zoos, das meine Kinder von klein auf bei jedem Zoobesuch mit Namen begrüßt haben“, schreibt eine Frau traurig. Auch andere erinnern sich an die lange Zeit mit Taco in Köln. „Ich bin mit ihm groß geworden und auch meine Tochter. Wir wünschen ihm alles Gute im neuen Zuhause“, schreibt eine andere Frau.

Taco verlässt den Kölner Zoo: Umzug nach Frankfurt gut überstanden

Wie der Zoo am Dienstag bekannt gab, hat „Taco“ hat den Transport nach Frankfurt sehr gut überstanden. „Tierpfleger aus dem Frankfurter Zoo waren zuvor bereits in Köln und haben den Bullen mit seinen Gewohnheiten kennengelernt, sodass die Eingewöhnung gut vonstattengehen kann“, heißt es.

Ja, mit dem Abschied aus Köln endet eine Ära. Im Jahr 1997 kam Taco an den Rhein, zwei Jahre zuvor war er Hannover zur Welt gekommen.

Nashornmann Taco, Kölner Zoo

Nashornmann Taco wohnt jetzt in Frankfurt.

Aber: Es ist das Ende von Taco in Köln, jedoch nicht das Ende der Nashorn-Zucht im Kölner Zoo. „Der Zuchtbuchführer, der den Überblick über die genetische Ausstattung jedes einzelnen Tieres in Europa hat, hat uns nun zwei neue Nashörner zugewiesen“, erklärt der Kölner Zoo auf Facebook.

Gemeint sind der fünfjährige Bulle „Malte“ aus dem Zoo im niederländischen Rotterdam und die fast siebenjährige „Hazina“ aus dem Zoo in Doué-la-Fontaine in Frankreich. „Beide sind noch jung und haben noch nicht gezüchtet. Es wird spannend, ob und wie schnell sich die beiden bei uns fortpflanzen werden.“

Zoo Köln: Nashorn-Zucht geht weiter

Auf ein schönes Zuhause dürfen sich die beiden dabei allemal freuen: Erst im Sommer 2023 war Taco in Köln auf die neue Nashorn-Anlage gezogen, die im Vorfeld aufwändig saniert worden war. Seine Eingewöhnungsphase im neuen Zuhause war kurz, darauf hoffen die Verantwortlichen im Zoo auch bei den beiden Neuzugängen.

Sehr wichtig jetzt: Die Kölner Anlage für Spitzmaulnashörner ist für eine Zucht geeignet, denn sie besteht aus zwei separierbaren Bereichen. Spitzmaulnashörner sind vom Aussterben bedroht, deswegen muss gezüchtet werden. Die Tiere leben allerdings einzelgängerisch und finden nur zur Paarung zusammen.

Erst am Montag (22. Juli) war bekannt geworden, dass der Kölner Zoo herausragende Standards in Sachen Sicherheit, Tierwohl und Tierschutz einhält, dafür gab es eine große Auszeichnung.

„Malte“ und „Hazina“ werden dann nacheinander im Laufe des Sommers in Köln einziehen – die exakten Termine stehen noch nicht fest. Derzeit stehen die Gäste im Kölner Zoo noch vor einem leeren Nashorn-Gehege. (red)