Teams mit Schülerinnen und Schülern von sieben Schulen im Stadtgebiet traten im „Zdi-Roboterwettbewerb“ gegeneinander an.
RoboterwettbewerbWiesdorfer Realschule holt auf Future-Food-Parcours die meisten Punkte

Abdul und Malik (v.l.) von der Realschule Am Stadtpark bei der Feinarbeit in der Vorbereitung auf den Wettbewerb
Copyright: Peter Seidel
Burak Cetin, Techniklehrer der Realschule Am Stadtpark, tauscht sich am Donnerstagvormittag mit den Schülern Eray (15), Malik (14) und Abdul (15) in einem Klassenraum des Berufskollegs in Opladen aus. Denn beim Testlauf zuvor hatte der Lego-Roboter, den die drei gemeinsam mit drei weiteren Jungs der Roboter AG der Realschule entwickelt haben, nicht nur diverse Lego-Steine, die Lebensmittel symbolisieren, mit seinen breiten Greifarmen eingesammelt, sondern auch noch einen kleinen grün-roten Lego-Turm, der ein Smoothie darstellt. Und das sollte er eigentlich nicht. Die Jungen holen ihren Roboter in die Ausgangsbasis zurück, justieren ihn genau und los geht's erneut. Während Eray die Zeit stoppt, beobachten Abdul und Malik genau, wie sich ihr Lego-Roboter verhält. Diesmal klappt der Probelauf besser.
Es ist Zdi-Roboterwettbewerbs-Tag im Berufskolleg. Sieben Teams aus Jungs und Mädchen von weiterführenden Schulen im Stadtgebiet treten mit ihren selbst gebauten und selbst programmierten fahrbaren Lego-Robotern gegeneinander an. Auf einem Parcours zum Thema „Future Food“ - „Essen der Zukunft“ mit unterschiedlichsten Stationen – es gibt unter anderem eine Küche und einen „Zukunftsteller“, eine vertikale Landwirtschaft und eine Lebensmittelfabrik, ein Gewächshaus und eine Algenstation – sollen die Roboter möglichst viele Wege zurücklegen und Legosteine, die Lebensmittel symbolisieren, von A nach B bringen. Das alles möglichst präzise in die jeweiligen Zielfelder. Und alles innerhalb von zweieinhalb Minuten. Für jede erledigte Aufgabe gibt's Punkte.
Leverkusen: Letzte Tests für den Roboterwettbewerb
Neben den Jungen von der Realschule führen Schülerinnen und Schüler der Marienschule Opladen im gleichen Klassenraum ebenfalls letzte Tests mit ihrem Lego-Roboter durch. Und sie haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie die Realschüler. „Das größte Problem wird sein, ihn in die genaue Startposition zu stellen, sodass er in die richtige Richtung fährt“, erläutert die 15-jährige Amelie. Informatik-Lehrer David Welfens hat die Jungen und Mädchen in der Vorbereitung auf den Wettbewerb begleitet. „Die haben sich vier Wochen lang vorbereitet und alles selbst gemacht“, sagt er.
Alles zum Thema Opladen
- Nach tödlichem Brand in Opladen Mieter durften kurz in ihre Wohnungen
- 25 Locations Was die Gäste auf dem 8. Leverkusener Kneipenfestival erwartet
- Trödel, Theater, Tanz Das ist in Leverkusen am Wochenende los
- Brötchen, Bagel, Joghurt Zwölf Tipps für Frühstück und Brunch in Leverkusen
- Unhaltbare Zustände Das tödliche Feuer in Opladen hatte eine Vorgeschichte
- Gefahr für Kinder An der Grundschule Opladen könnte verkehrsberuhigte Zone kommen
- Strukturreform Warum das IHK-Wirtschaftsgremium in Leverkusen wegfällt
Lob für ihr Teamwork und ihr Engagement bekommen alle Teams bei der Begrüßung im Selbstlernzentrum des Kollegs schon vorab von Stadtdirektor Marc Adomat, von Matthias Romberg, dem stellvertretenden Schulleiter des Berufskollegs, das Gastgeber des Wettbewerbs ist, und von Thorsten Rische, Produktionsleiter bei Covestro in Leverkusen. Covestro hatte im vergangenen Herbst vier Schulen in Leverkusen insgesamt 20 Lego-Roboter-Sets geschenkt und sie so in die Lage versetzt, für den Wettbewerb zu trainieren. Rische sagt zu den Schülern: „Covestro weiß, wie wichtig Kreativität, Kommunikation und Teamgeist für den Erfolg eines Unternehmens sind. Und eines werdet ihr auf jeden Fall mit euren Robotern gelernt haben: nämlich im Team zu arbeiten.“
Eine halbe Stunde nach der Begrüßung beginnen im Selbstlernzentrum die ersten Wettbewerbe. Das Team Robo-Lise 1 ist am Start ebenso wie die Quantum Coders vom Werner-Heisenberg-Gymnasium.
Am Ende haben die Jungen von der Realschule Am Stadtpark die Nase vorn. Katharina Baahrs, Leiterin des Bildungsbüros, ist begeistert von den Jugendlichen: „Sie haben 191 Punkte geholt, die zweitplatzierten Quantum Coders 116. Sie waren also mit weitem Abstand das beste Team. Sie haben sich richtig reingebissen in die Aufgabe und nach dem ersten Durchlauf nochmal umprogrammiert. Das war schön zu sehen.“
Das Siegerteam der Realschule und die Quantum Coders vom Heisenberg-Gymnasium nehmen jetzt mit ihren Robotern am 28. Mai am Regionalwettbewerb teil.