15 Jahre hat die jetzige Eigentümerin das Opladener Café betrieben. Jetzt will sie es in neue Hände übergeben.
Waldhaus RömerIdyllisches Leverkusener Ausflugslokal sucht Nachfolger

Sigrid Fischer möchte das Café Waldhaus Römer in neue Hände übergeben.
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15 Jahre lang hat Sigrid Fischer das Café „Waldhaus Römer“ geführt. Durch Dick und Dünn. Doch jetzt sucht sie einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin, der oder die das idyllische Fachwerkhaus im Wald am westlichen Wupperufer übernehmen möchte. Sie wolle aus Altersgründen aufhören, sagt die 62-Jährige auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“.
Und verkaufen: Fischer sucht keinen Pächter, sondern jemanden, der das 1915 ursprünglich als Wochenendhaus der Fabrikantenfamilie Römer errichtete und unter Denkmalschutz stehende Gebäude in voller Verantwortung als Eigentümer übernimmt: „Leicht fällt mir das nicht. Das hier ist mein Baby. Die Entscheidung ist über eine längere Zeit gereift.“
Leicht fällt mir das nicht. Das hier ist mein Baby. Die Entscheidung ist über eine längere Zeit gereift
2010, als sie das Waldhaus übernahm, war das Gebäude nach diversen Nutzungsänderungen gerade seit zwei Jahren als Café in Betrieb. Fischer, eigentlich Soziologin und in der Marktforschung tätig, wohnte damals in dem westlich oberhalb der Wupper gelegenen Opladener Viertel und las zufällig, dass die Café-Inhaber einen Nachfolger suchten. Obwohl sie bis dahin keinerlei Erfahrungen in der Gastronomie hatte, ergriff sie die Gelegenheit und kaufte das historische Fachwerkhaus.
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Das Waldhaus Römer im Sommer
Copyright: Ralf Krieger
Doch im Sommer soll Schluss für sie sein. Bisher, so berichtet sie im Gespräch, gebe es nur lockere Anfragen von eventuellen Interessentinnen oder Interessenten, nichts Konkretes. Der künftige Inhaber des Cafés, das 300 Meter nördlich der Fußgängerbrücke über die Wupper und der Himmelsleiter im Grünen liegt, würde eine frisch sanierte Immobilie übernehmen können. Fischer war nach der Flut im Sommer 2021, die auch das „Waldhaus Römer“ hart traf, gezwungen, alles neu machen zu lassen. „Der Strom wurde neu gelegt, die Wände neu gemacht...“, zählt sie auf. „Es gibt hier, wie sagt man so schön, keinen Renovierungsstau.“
Die Suche nach einem neuen Eigentümer geht Fischer offensiv an, hat auch auf der Webseite des Waldhauses eine Kontakt-E-Mail-Adresse eingestellt. Sie hofft, dass sie bis zum Sommer jemanden gefunden hat. Geplant sei, das Café zum August in neue Hände zu übergeben, so die Gastronomin.