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Brauhaus-Küche in Köln12 Kölner Traditions-Gaststätten, die einen Besuch wert sind

Lesezeit 8 Minuten
Innenraum des Brauhauses Schreckenskammer in Köln.

Das Brauhaus „Schreckenskammer“ in Köln neben der Ursula-Kirche.

Von Oma Kleinmann bis Lommi, von Päffgen bis Früh – in diesen Kölner Traditionslokalen gibt es Kölsch und deftige kölsche Küche.

Klassische Rheinische Gerichte findet man in Köln in vielen gemütlichen Brauhäusern und Traditionslokalen. Dazu noch ein Kölsch und die Welt sieht schon wieder ein wenig besser aus.

Kölsche Gaststätten

Wir haben eine kleine Auswahl von Restaurants zusammengestellt, in denen deftige kölsche Küche serviert wird. 

Gerne nehmen wir aber auch ihre Geheimtipps mit auf, die Sie uns unter ksta-freizeit@kstamedien mitteilen können.

Bei Oma Kleinmann, Neustadt-Süd

Maureen Wolf mit Zigeunerschnitzel bei Oma Kleinmann auf der Zülpicher Straße im Jahr 2020.

Maureen Wolf serviert Schnitzel bei Oma Kleinmann auf der Zülpicher Straße in Köln (Archivbild).

„Bei Oma Kleinmann“ ist eine Kölner Institution und bekannt für ihre großen Schnitzel. Im Jahr 1949 wurde an diesem Ort die Gaststätte „Zum Goldenen Krug“ eröffnet – Mitgründerin damals: Paula Kleinmann. Als sie mit 87 Jahren in Rente ging, benannte der nächste Pächter das Lokal ihr zu Ehren in „Bei Oma Kleinmann“ um. Etwa elf Schnitzel-Arten sind auf der Karte verzeichnet, jedes Modell kommt als großzügige Portion. Im Winter 2024 war das Lokal im Fernsehen zu sehen.

Oma Kleinmann, Zülpicher Straße 9, 50674 Köln | Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 17 bis 23 Uhr, Freitag und Samstag bis 24 Uhr, Küche macht früher dicht | www.beiomakleinmann.de


Haus Scholzen, Ehrenfeld

Bratwurst und Kartoffelbrei in brauner Soße auf einem Teller im Haus Scholzen in Köln.

Frische Bratwurst im Haus Scholzen in Köln (Archivbild).

Tradition, Familienbetrieb und gepflegte Gastlichkeit zeichnen das Haus Scholzen aus. Das stilvoll gutbürgerlich eingerichtete Gasthaus mit den hauseigenen Schnäpsen und Halbbittern überzeugt durch verlässliche Qualität des Essens, angemessene Preise und eine Weinkarte mit guten deutschen Schoppen aus fast allen Regionen. Die Speisekarte ist eine Referenz an kölsche Klassiker und die gutbürgerliche Küche: Die Reibekuchen gibt es zum Beispiel mit frischem Tartar oder Flönz. Ergänzt wird das Angebot durch wechselnde Gerichte von der Tageskarte.

Haus Scholzen, Venloer Straße 236, 50823 Köln | Öffnungszeiten: Mi bis So 11.30 bis 23 Uhr (Küchenzeiten 12 bis 14.30 und 17.30 bis 21.30 Uhr) | www.haus-scholzen.de


Haus Schwan, Lindenthal

Gebäude Haus Schwan an einer Straßenecke in Köln.

Bekannt für Deftiges: Haus Schwan an einer Ecke in Köln.

Die Vorzüge dieses Gasthauses sind den Lindenthalern und auch den benachbarten Sülzern schon seit langer Zeit bekannt: Neben frisch gezapftem Kölsch gibt es hier nicht nur erstklassige Pommes, sondern auch frische Beilagen-Salate und den Gasthaus-Klassiker Cordon bleu vom Schwein in bester Qualität. Überhaupt gehen die Köche mit Fleisch immer sorgfältig um – die Filets sind auf den Punkt gegart. Und auch die Bratkartoffeln sind einwandfrei. An Aschermittwoch gibt es traditionellesFischessen von 12 bis 22 Uhr.

Haus Schwan, Dürener Straße 235, 50931 Köln | Öffnungszeiten: Mo bis Sa 12 bis 24 Uhr, So 12 bis 23 Uhr | Auf Facebook anzeigen


Bier-Esel, Altstadt-Süd

Außenansicht des Lokals „Bier-Esel“ in Köln

Der Bier-Esel ist Kölns ältestes Muschel-Restaurant.

Der Bier-Esel ist Kölns ältestes Muschelhaus und eine echte Institution in der Innenstadt. Seit mehr als 700 Jahren gibt es das Lokal an der Breite Straße. Seit 1892 ist das Haus im Besitz der Brauerei Sünner. Muscheln essen kann man hier sogar unterm Glasdach, denn neben dem Gastraum hat das Restaurant auch einen Wintergarten. Die frischen Muscheln gibt es natürlich auf rheinische, aber auch auf spanische, italienische, französische und thailändische Art. Das duftet ein bisschen nach Urlaub. Aber auch außerhalb der Muschelsaison wird köstlich-deftige bürgerliche Küche serviert.

Bieresel, Breite Straße 114, 50667 Köln | Öffnungszeiten: Mo 16 bis 21.30 Uhr, Di bis Do 12 bis 21.30 Uhr, Fr und Sa 12 bis 22 Uhr, So Ruhetag | www.bier-esel.com


Brauerei zur Malzmühle, Altstadt-Süd

Die Brauerei zur Malzmühle in Köln.

Die Brauerei zur Malzmühle in Köln.

Schon der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der damalige US-Präsident Bill Clinton mischten sich vor Jahren unter die Gäste im Brauhaus zur Malzmühle und sollen sich dort das eine oder andere Mühlen Kölsch gegönnt haben. Diese Sorte ist neben dem Koch'schen Malzbier mit Alkoholgehalt das bekannteste Bier der „Brauerei zur Malzmühle“. Dazu gibt es deftige Brauhausküche mit vielen kölschen Spezialitäten – den Halven Hahn zum Beispiel, oder auch Sauerbraten mit Klößen, Sahnehering mit Kartoffeln oder Himmel und Äd. Das Koch‘sche Malzbier wird für verschiedene Speisen auch zum Kochen benutzt.

Brauerei Malzmühle, Heumarkt 6, 50667 Köln | Öffnungszeiten: Mo bis Do 12 bis 24 Uhr, Fr und Sa 12 bis 24Uhr, Sonn- und Feiertage 12 bis 23 Uhr | brauereizurmalzmuehle.de


Max Stark, Altstadt-Nord

Restaurant Max Stark Innenraum

Das Max Stark im Kunibertsviertel bietet klassische kölsche Wirtshausküche.

In der Liga der empfehlenswerten Gasthäuser Kölns liegt Max Stark insgesamt problemlos über dem Durchschnitt. Der Service ist flott, das Ambiente stilgerecht, mit dunkler Holzvertäfelung und blanken Tischen. Die Speisekarte listet von Himmel und Äd bis Sauerbraten so ziemlich alles, was der Kölner an sich in einem Gasthaus erwartet, natürlich in den entsprechenden Portionsgrößen. Weil das Lokal so beliebt und immer gut besucht ist – und das nicht nur dienstags, wenn es die frischen Reibekuchen gibt – sollte vorab online reserviert werden.

Max Stark, Unter Kahlenhausen 47, 50668 Köln | Öffnungszeiten: täglich ab 11 Uhr | www.max-stark.de


Früh am Dom, Innenstadt

Das Brauhaus Früh am Dom von außen mit Tischen vor der Tür.

Das Brauhaus Früh am Dom in Köln.

Eine Besonderheit im Früh am Dom ist der Brauhauskeller. Die mittelalterlichen Gewölbe lagen lange Zeit verborgen und dienten als Gär- und Lagerkeller. Nachdem der Braubetrieb 1998 an den Stadtrand verlagert wurde, begann die Restaurierung. Heute bietet der Keller Platz für 430 Gäste. Dort und in den anderen Räumen mit vielen Nischen und Ecken in verschiedenen Etagen werden neben frisch gezapftem Kölsch auch typisch kölsche Speisen serviert. Die deftige Brauhausküche hält Klassiker wie Halver Hahn, Mett-Happen, rheinischen Sauerbraten und Himmel und Äd bereit.

Früh am Dom, Am Hof 12 - 18, 50667 Köln | Öffnungszeiten: Mo bis Do 11 bis 23 Uhr, Fr 11 bis 24 Uhr, Sa 10 bis 24 Uhr, So 10 bis 23 Uhr | www.frueh-am-dom.de


Gaffel am Dom, Innenstadt

Gefüllter Gastraum der Brauerei Gaffel am Dom in Köln.

Nicht nur an Karneval sehr beliebt: Das „Gaffel am Dom“ in Köln.

Das Gaffel am Dom hat einen der größten Schankräume Kölns: Auf 700 Quadratmetern wird hier Bier getrunken und Kölsche Kost gegessen. Und es ist das Brauhaus, das am nächsten am Dom liegt: Keine 40 Meter Luftlinie trennen Theke und die Kathedrale. Besonderheit des Lokals ist der hauseigene Käsereifekeller für mittelalten Gouda. Wofür ein Brauhaus sowas braucht? Für den Halven Hahn natürlich. Kulinarisch hat das „Gaffel am Dom“ aber weitaus mehr zu bieten: Neben den kölschen Klassikern gibt es hier auch Suppen, Käsespätzle, Eisbein, Braten, Salate und Schnitzel in sechs verschiedenen Variationen.

Gaffel am Dom, Bahnhofsvorplatz 1, 50667 Köln | Öffnungszeiten: Mo bis Do und So 10 bis 24 Uhr, Fr und Sa 10 bis ca. 1.30 Uhr, Küche schließt eher | www.gaffelamdom.de


Brauerei Päffgen, Innenstadt

Brauhaus Päffgen an der Friesenstraße in Köln von außen.

Das Brauhaus Päffgen an der Friesenstraße in Köln im September 2022.

Das Päffgen gehört zu den wenigen Brauhäusern, bei denen noch vor Ort gebraut wird. Die Brauerei im Gebäude an der Friesenstraße gibt es schon seit 1884. Mit einer jährlichen Produktion von etwa 6000 Hektolitern Kölsch ist Päffgen eine eher kleine Brauerei. Die Karte mit den hauseigenen Spezialitäten kann sich dennoch sehen lassen: Es gibt Original Päffgen Bierhaxe mit Malzsoße, dicke Bunne mit Speck & Bratkartoffeln oder auch Rheinischer Sauerbraten. Hinzu kommen freilich auch hier kölsche Klassiker wie Halver Hahn, Himmel und Äd mit Flönz, Gulasch mit Röggelchen und vieles mehr.

Brauhaus Päffgen, Friesenstraße 64-66, 50670 Köln | Öffnungszeiten: täglich 12 bis 24 Uhr | www.paeffgen-koelsch.de


Schreckenskammer, Altstadt-Nord

Innenraum Brauhaus „Zur Schreckenskammer“ in Köln.

In der „Schreckenskammer“ bekamen Verurteilte früher ihre Henkersmahlzeit.

Das Brauhaus „Schreckenskammer“ liegt direkt an der Ursula-Kirche und dem Erzbischöflichen Haus. Hier gibt es immer noch Kölsch nach Originalrezept. Das heißt: Ohne Zusatz von Kohlensäure. Deswegen ist der Schaum nicht so stabil wie bei den anderen Kölschsorten, aber es läuft auch irgendwie schneller aus dem Glas. In der Schreckenskammer – so die Überlieferung – bekamen früher Verurteilte auf dem Weg zum Henker ihre letzte Mahlzeit. Heute müssen Gäste nicht mehr fürchten, nach dem Essen geköpft zu werden. Alle wichtigen Spezialitäten vom Halven Hahn über Flönz bis Krüstchen in der Speisekarten-Kladde. Wechselnde Gerichte werden auf der Tageskarte angekündigt.

Schreckenskammer, Ursulagartenstraße 11, 50668 Köln | Öffnungszeiten: Di bis Do 16.30 bis 23 Uhr, Fr und Sa 11 bis 14 und 16.30 bis 24 Uhr, So und Mo geschlossen | www.schreckenskammer.com


Kleine Glocke, Altstadt-Nord

Innenraum im Brauhaus „Kleine Glocke"

Das Kölner Brauhaus „Kleine Glocke".

Die „Kleine Glocke“ nennt sich „Kölns älteste Künstlerkneipe“ und aufgrund der vielen Bilder und Gemälde passt das auch atmosphärisch. Eine Decke ist gar mit einer Hommage an die „Kölner Progressiven“ bemalt. Unten ist das Lokal mehr dunkel-uriges Brauhaus mit großer Theke, oben Künstler-Bistro mit großen Fenstern. Gekocht werden – einem Brauhaus angemessen – herzhafte Küche und kölsche Spezialitäten. Die Schweinshaxe etwa mit einem tollen Kartoffelpüree. Auch beim Klassiker Himmel un Ääd bekommt die Knolle ihren schmackhaften Auftritt. Desserts gibt es übrigens keine, dafür ist der Sauerbraten vom Pferd, und jeden Dienstag werden Reibekuchen geboten.

„Kleine Glocke", Glockengasse 58, 50667 Köln | Öffnungszeiten: Mo bis Sa 16 bis 24 Uhr, So Ruhetag | www.kleine-glocke.de


Das Lommerzheim, Deutz

Das Traditionslokal „Lommi“ in Köln auf der Schäl Sick von außen.

1959 eröffnete „Lommi“ das Lokal als gut-bürgerliches Gasthaus.

Es sollen im „Lommi“ schon Menschen von der „anderen“ Rheinseite gesichtet worden sein: Traditionslokal, Kölschtreff, Kotelett-Hochburg, heruntergekommene Bruchbude. Viele Dinge, die zur Legendenbildung des Gasthauses an der Siegestraße beigetragen haben. Einer war sicherlich Hans Lommerzheim „Lommi“ selber. 1959 eröffnete er das Lokal noch als gut-bürgerliches Gasthaus. In den 1980er-Jahren erlangte das Gasthaus unter anderem wegen der riesigen Koteletts Kultstatus. Auch seine spezielle Art und das eher selten anzutreffende Päffgen-Kölsch trugen dazu bei. Nach seinem Tod wurde die Kneipe 2008 wiedereröffnet. (tj)

Lommerzheim, Siegesstraße 18, 50679 Köln | Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr und Sa 11 bis 14.30 und 16.30 bis 24 Uhr, So 11 bis 14.30 und 16.30 bis 23 Uhr, Di geschlossen | www.lommerzheim.koeln

Die Angebote der Restaurants können sich stets verändern. Alle Angaben ohne Gewähr. Es handelt sich um eine subjektive Auswahl. Die Reihenfolge ist willkürlich erfolgt.