Leverkusen – Ständig wird gefragt, was Fettehenne ist. „Und immer denken die Leute an das dicke Huhn“, sagt Cornel Müller und lacht. Vielleicht wird das bald nicht mehr so sein, denn der Hotelier betreibt fleißig Aufklärungsarbeit. Und hat den Namen des kleinen Stadtteils – der übrigens von einer Pflanze kommt, die auf „fettem“ Boden gut gedeiht - zur Marke gemacht.
Im vergangenen Jahr hat er mit seinem Geschäftspartner Philipp Luderer ein weiteres in Erkrath aufgemacht, das „Gartenhotel Fettehenne“. Und am 23. Juli steigt die offizielle Eröffnung des „Kristallhotel Fettehenne“, das sich in Rheindorf befindet. „Der Name ist prägnant und er soll eine Hotelmarke werden“, sagt Müller. Und ist auf dem besten Weg dahin.
In Rheindorf hat der gelernte Hotelfachmann das dort erst 2016 gebaute Hotel Kristal übernommen. „Die Inhaber gehen in Rente und so war das eine gute Gelegenheit, das Haus hier zu übernehmen“, berichtet Müller. An Rheindorf gefällt ihm die gute Anbindung an Köln, Düsseldorf und ins Wiesdorfer Zentrum, die für Geschäftsreisende und Touristen gleichermaßen attraktiv ist.
Dennoch liegt das Hotel in einer ruhigen und relativ grünen Ecke. Große Sanierungsarbeiten mussten in dem relativ jungen Haus nicht gemacht werden, dennoch hat sich vieles verändert. „Die Vorbesitzer kamen aus Bosnien und haben eher den Stil eines mediterranen Palastes gepflegt“, sagt Müller.
Kornblume ist der Star
Das ist nicht der Stil der Fettehenne-Hotels, die eher auf Naturverbundenheit setzen. In Rheindorf ist die Kornblume der Star. Nach ihr wird das hauseigene Restaurant benannt, eine Tapete aus echten, getrockneten Kornblumenblüten schmückt die Lobby, und auch im Restaurant sind Wandfarbe und Design auf die blaue Pflanze abgestimmt. Die 23 Zimmer dagegen werden nun nach und nach mit anderen Farbakzenten ausgestattet – teilweise in kräftigem Weinrot, teilweise in dezenterem Mint.
Das Personal hat Müller komplett übernommen und noch aufgestockt. Restaurantmanager Max Völlm ist wie Müller und Luderer 26 Jahre alt. Das junge Team will ein bisschen was des liebgewonnen Alten bewahren, aber auch Neues wagen und setzt vor allem auch auf Veranstaltungen. Räume können privat oder von Firmen gemietet werden, regelmäßige Grillevents Abwechslung bringen und bis zum Start der Bundesliga-Saison werden auch noch Bildschirme und Leinwände installiert. Und all das soll auch dazu beitragen, dass man Fettehenne kennt. Als Pflanze und Hotel. Nur nicht als dickes Huhn.