Viele UnfälleEin Drittel der E-Scooter aus der Kölner Innenstadt soll verschwinden

E-Scooter in Köln
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Köln – Nach wochenlanger Diskussion um Probleme mit falsch geparkten E-Scootern in Köln haben die Verleiher am Dienstag umfassende Maßnahmen angekündigt. Gemeinsam mit der Stadt sei ein Maßnahmenkatalog erarbeitet worden, teilte die Plattform Shared Mobility mit, ein Zusammenschluss der E-Scooter-Verleiher.
Die Anbieter in Köln wollen demnach ihre Flotte in der Innenstadt ab Ende der Woche um 35 Prozent reduzieren. Stattdessen sollen die Außenbezirke der Stadt stärker in den Fokus rücken und das Angebot dort erweitert werden, hieß es. Mindestens 25 Prozent der Flotte sollen demnach künftig in den Außenbezirken eingesetzt werden.
„Fußpatrouille“ soll falsch geparkte E-Scooter umstellen
Weiterer Bestandteil des Maßnahmenkatalogs sei eine neue Parkstrategie: Abstellverbotszonen und E-Scooter-Parkplätze sollen im Zentrum ausgewiesen werden. „In weiten Teilen der Innenstadt wird daher die Abstellung von E-Scootern bis zum Ende des Sommers eingeschränkt“, teilte die Plattform weiter mit. Abstellflächen sollten möglichst an jeder Kreuzung in der Innenstadt geschaffen werden.
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„Um diesen Prozess zu beschleunigen, haben die Anbieter der Stadt eine Infrastrukturabgabe pro Scooter angeboten“, schrieben die Anbieter. Zur Höhe der Abgabe machten sie jedoch keine Angaben.Zudem kündigten die Verleiher an, eine „Fußpatrouille“ einzurichten, die anbieterübergreifend falsch geparkte E-Scooter umstellen soll. Diese könnten auch direkt von Fußgängern an die Anbieter gemeldet werden, „die Anbieter verpflichten sich zu einer Reaktionszeit von drei bis sechs Stunden zu normalen Betriebszeiten“, hieß es in der Mitteilung.
500 E-Scooter im Rhein
Falsch abgestellte E-Scooter und rücksichtslose Nutzer hatten in Köln in den vergangenen Wochen immer wieder zu Diskussionen geführt. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) forderte daraufhin ein Nachtfahrverbot. Auch im Wasser sorgen die Roller für Probleme – allein im Rhein sollen etwa 500 E-Scooter liegen. Eine zunächst geplante Bergung durch die Anbieter war wegen eines fehlenden Konzepts gescheitert. (dpa)