Die Autobahn GmbH ändert Pläne: Jetzt sollen zwischen Opladen und Hilden zuerst die Seitenstreifen freigegeben werden.
Autobahn 3Noch kein Ausbau bei Leverkusen-Opladen – Standstreifen als Fahrbahn

Die Autobahn 3 in Leverkusen-Opladen. Hier soll nach einer Umrüstung zunächst der Standstreifen als Fahrbahn genutzt werden.
Copyright: Ralf Krieger
Die Autobahn GmbH ändert ihre Pläne, das wurde durch eine Information der Bürgerinitiative „3reicht“ am Wochenende bekannt. Die Autobahn GmbH plant jetzt fürs Erste, die Seitenstreifen der Autobahn 3 auf dem 14,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Leverkusen-Opladen und Hilden freizugeben. Dazu soll die Autobahn technisch für die sogenannte temporäre Seitenstreifenfreigabe ertüchtigt werden.
Erst anschließend will man die Autobahn komplett auf acht Fahrspuren mit Standstreifen ausbauen. Der Totalausbau sollte 2030 beginnen, das wird sich verschieben, wenn die neuen Pläne umgesetzt werden.
Alles zum Thema Bundesautobahn 3
- „Enorme Reichweite“ Warum Hotels im Rhein-Sieg-Kreis trotz Provision Booking.com nutzen
- Auffahrunfall Ein Baby und zwei Erwachsene werden bei Unfall auf der A3 bei Siegburg verletzt
- Ab Montag Autobahn GmbH prüft Zustand der Leverkusener Stelze
- Kurz vor Saisonbeginn Feuer in Freizeitpark ausgebrochen – hoher Sachschaden
- Motorrad-Unfälle am Wochenende 23-Jähriger stirbt auf der A59 in Bonn – Jede Hilfe zu spät
- Bauarbeiten Nächtliche Sperrung an der A3 bei Leverkusen
- Notreparatur Heute Nacht Sperrung im Kreuz Leverkusen
Ausgearbeiteter Vorschlag liegt beim Bundesverkehrsminister
Ein entsprechender Entscheidungsvorschlag der Autobahn GmbH liege dem Bundesverkehrsministerium seit Dezember 2022 vor, schreibt ein Sprecher der Straßenbehörde in der Antwort an „3reicht“. Eine Entscheidung aus dem Ministerium wurde noch nicht veröffentlicht, schreibt der Sprecher. Unklar bleibt dabei, ob die Entscheidung schon getroffen wurde. Die neuen Informationen entstammen einer Antwort der Autobahn GmbH auf entsprechende Nachfragen der Bürgerinitiative.
Die ans Verkehrsministerium gesandte Entscheidungsvorlage sieht demnach ein dreistufiges Vorgehen vor: Erst käme die temporäre Seitenstreifenfreigabe. Die ist laut einem dem Leverkusener Anzeiger/Kölner Stadt-Anzeiger vorliegenden Gutachten bis 2030 mit erheblich weniger Flächenverbrauch zu realisieren als der komplette Ausbau. Dennoch schlägt die Behörde vor, schon in diesem ersten Schritt alle Brückenbauwerke erneuern oder umbauen zu wollen. Sie sollen für den späteren Ausbau der Strecke auf acht Spuren mit Standstreifen schon so vorbereitet werden, dass man sie dann nicht noch einmal umbauen muss.
Der Sprecher schreibt, dass die Planungen zu dem einst für 2030 terminierten Baubeginn des Autobahnabschnitts auf acht Spuren zurzeit ruhten.
Anwohner, Umwelt- und Klimaschützer und inzwischen sogar große Teile der Wirtschaft lehnen diesen Ausbau grundsätzlich ab. Die Düsseldorfer und die Bergische IHK hatten in einer Pressemitteilung die dauerhafte Nutzung des Seitenstreifens gefordert – auf den großen Ausbau solle man ganz verzichten. Der Sprecher der Autobahn GmbH schreibt, man nehme die öffentliche Diskussion hierüber sehr genau zur Kenntnis. Entscheidungsbehörde in dieser Sache sei aber das Bundesministerium für Digitales und Verkehr.