Einen wahren Besucheransturm erlebte das Oltimerfest am Sonntag in Engelskirchen. Die Schönheiten aus Blech zogen viele Blicke auf sich.
PS-starke SchönheitenOltimerfest in Engelskirchen lockt viele Besucher an
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Raritäten auf Rädern gab es beim Oldtimerfest in Engelskirchen zu bestaunen
Copyright: Michael Kupper
Der Besucheransturm beim 17. Engelskirchener Transport- und Oldtimerfest am LVR-Industriemuseum hat alle Rekorde gebrochen: Rund 6500 Gäste flanierten vorbei an historischen Lastern, Feuerwehrfahrzeugen und Pkw — vom Kleinwagen bis zum hubraumstarken Straßenkreuzer, an Traktoren, Motorrädern und Fahrrädern.
Unter dem Motto „Alles, was auf Rädern rollt!“ hatten sich rund 250 Teilnehmer angemeldet, doch begehrten noch viele weitere mit ihren Oldtimern Einlass zu der Ausstellung. „Wir mussten leider schon zahlreiche Fahrzeuge wegschicken“, bedauerte Sonja Nanko, Leiterin des Industriemuseums. Ihre Stellvertreterin Christina Klein ergänzte, dass wegen des optimalen Wetters auch Viele gekommen waren, die bei Regen ihre Gefährte in der Garage gelassen hätten. „Aber für einige haben wir doch noch ein Eckchen gefunden“, freute sie sich.
Der Platz in Engelskirchen reichte nicht aus
Unter diesen Autofans waren Carsten Marx und Maurice Wlodarek vom Reichshofer Löschzug Eckenhagen-Hespert: „Wir haben erst heute Morgen entschieden, dass wir unser altes Schätzchen zeigen möchten.“ Mitgebracht hatten sie einen Ford FK 2000 von 1952, der bis 1972 in Eckenhagen im Einsatz war. Marx demonstrierte die Funktion der „Abgassirene“: Über einen Drahtzug im Führerhaus wurde eine Pfeife am Ende des Auspuffs bedient, in der Funktion ähnlich einem Wasserkessel.
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Alois Niederprüm aus Bergheim zeigte seine Corvette C1 von 1958 mit acht Zylindern und 205 PS. Das Fahrzeug hatte er 2002 in Kiel entdeckt und sofort gekauft. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits weitgehend restauriert, doch hat er den Wagen mit Liebe zum Detail in ein Schmuckstück verwandelt.
Jetzt sind viele Teile im Motorraum mit einer drei Mikrometer starken Goldschicht überzogen, auch mehrere Teile im Cockpit erfuhren diese Sonderbehandlung. Sprechen kann das Auto auch. Wer sich ihm allzu aufdringlich näherte, hört aus dem Lautsprecher: „Sollten sie mich betatschen, werde ich ihnen eine klatschen.“
Während die Erwachsenen die mobilen Raritäten bestaunten, etwa auch einen Panhard Dyna von 1950, ein Einzelexemplar, das bereits fünfmal am Langstreckenrennen „Mille Miglia“ teilgenommen hat, hatten die Kinder Spaß mit kleinen Funfahrzeugen, beim Bau von Raketenautos und bei einer Fahrt auf dem Anhänger einer kleinen Dampflokomotive. Für das leibliche Wohl sorgten wieder die Freiwillige Feuerwehr Engelskirchen sowie die Freunde und Förderer des Industriemuseums.