Unter dem Motto „Erst wählen, dann feiern“, setzten sich die mehr als 30 Wagen und Fußgruppen pünktlich um 14.11 Uhr in Bewegung.
Am WahlsonntagWaldbröler Karnevalszug brachte Samba de Janeiro und Milka-Kühe zusammen

Die Milka-Kühe setzten ein Statement gegen Dubai-Schokolade.
Copyright: Michael Kupper
„Dieses Wetter ist das schönste Abschiedsgeschenk für mich“, freute sich Zugleiter Thomas Nosbach von der Waldbröler Karnevalsgesellschaft (WKG) am Sonntag vor dem Start des 14. Karnevalsumzuges in der Marktstadt. So war er versöhnt, dass neue Auflagen für Karnevalswagen in Form von „Gutachten für Brauchtumsveranstaltungen“ einen besonderen Planungsaufwand verursacht hatten. Seit dem Beginn dieser Tradition in Waldbröl im Jahr 2010 hatte Nosbach den Umzug organisiert, in diesem Jahr bereits zusammen mit Manuel Salz, der 2026 seine Nachfolge antreten wird.
Unter dem Motto „Erst wählen, dann feiern“, setzten sich die mehr als 30 Wagen und Fußgruppen pünktlich um 14.11 Uhr beim Kreisel an der Bahnstraße in Bewegung. Elf Sekunden zuvor hatte die WKG-Vorsitzende Alexandra Noiron den Countdown gestartet. Direkt auf das Leitfahrzeug der WKG folgte der Musikzug Lichtenberg. Wie Thomas Nosbach von Anfang an dabei, brachte er die mehr als 3000 bunt kostümierten Jecken am Straßenrand gleich in die richtige Feierstimmung.

„Sambawind“ brachte eine Gruppe mit aus Windeck.
Copyright: Michael Kupper
Beim Kreisel an der Nümbrechter Straße beschrieben die Zugkommentatoren Henning Hergt und Leo Wehling den Waldbröler Zug als einen der größten im Oberbergischen. Sie freuten sich, dass trotz des Bundestagswahlsonntags so viele Menschen gekommen waren und begleiteten launig die einzelnen Gruppen mit vielen Hintergrundinformationen auf ihrem Weg auf die Vennstraße.
Auf dem bunten und fröhlichen Zug, über dem die Sonne strahlend vom Himmel lachte, präsentierten sich nach der Karnevalsgesellschaft Dattenfeld zunächst die jüngsten Teilnehmer. Allen voran die Grundschule Wiedenhof im farbenfrohen Konfetti-Outfit, gefolgt von den Awo-Kitas Käthe Strobel, Marie Juchacz und Ida Wolff mit Millionen Seifenblasen und als Disney-Stars, während der Kindertreff Eichen mit transparenten Regenschirmen als Quallen über die Straße schwamm.

Bürgermeisterin Larissa Weber jubelte mit dem WKG-Vorstand von einem Wagen.
Copyright: Michael Kupper
Das „Kuh-le Team“ im Wagen von Proglas hatte sich als Milka-Kühe verkleidet und verteilte freigiebig Süßigkeiten an die erwartungsvollen Kinder am Straßenrand. Ihr Motto: „Mit oder ohne Schokolade feiern wir die jecken Tage. Dubai-Schoki wollen wir nicht, hier steht Lila im Rampenlicht.“ Trommelnd und rasselnd begeisterte die Windecker Gruppe „Sambawind“ in quietschbuntem Outfit und hoch aufragendem Kopfschmuck mit südamerikanischen Rhythmen, ebenso der Musikkreis Holpe im Harlekinkostüm.
Mit DJ, fetziger Musik und einer riesigen Nebelmaschine raubten die Waldbröler Sportgruppierungen als Musikstars den Umstehenden die Sicht, bevor sich die Burggarde der KG Rot-Weiß Denklingen näherte, die selbstverständlich ihre eigene Burg mitgebracht hatte. Mit Boxhandschuhen auf ihrem Wagen gaben sich auch die „Dörper Fründe“ sportlich, nach dem Motto: „Waffen sind nicht unser Ding, wir regeln das im Ring.“ Nach dem lustigen Team der Volksbank mit bunten Perücken kam eine riesige Gruppe vom Klinikum Oberberg in sterilen Anzügen.
Schließlich wurde es blau-weiß – mit der KG Morsbach, ihren Tanzgarden sowie Prinz Patrick I. und seinem Gefolge. Auch das benachbarte Schönenbach war mit seinen Tollitäten Jörg-Oliver I. und seiner Tanja I. gekommen. Sie hatten freie Bahn, denn vor ihnen säuberten die „Schönenbacher Määädchen“ als überdimensionale Wischmopps die Straße. Nach dem Wagen von „Ospel Jung & Alt“, der KG Tolle Elf Wildberg mit ihrem Dreigestirn Prinz Stephan I., Bauer René und Jungfrau Franka, gefolgt von den „Partyvögeln“ mit ihrer Lok kündigte sich der Höhepunkt des Zuges mit den vier Garden der WKG an.
Hoch oben vom Prinzenwagen grüßte Bürgermeisterin Larissa Weber zusammen mit dem Vorstand der Waldbröler Karnevalsgesellschaft. Mit Musik, Tanz und guter Laune klang der Tag auf der Party in der Nutscheidhalle aus.