Im Umfeld des Münch-Stift sind immer noch die Spuren des Hochwassers zu sehen. Doch dank der Erfahrung aus dem vergangenen Jahr war die Einrichtung für den Stromausfall gut gerüstet.
Copyright: Ulla Jürgensonn
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Erftstadt – In großen Teilen von Erftstadt, Zülpich und Weilerswist gab es am Donnerstag einen Stromausfall. Dafür ist nach Angaben von Westnetz und der Polizei des Kreises Euskirchen ein Landwirt verantwortlich.
Erftstädter Seniorenheim ist nach Flutkatastrophe gut für Stromausfälle gewappnet
Rund anderthalb Stunden war auch das Münch-Stift in Erftstadt-Frauenthal am Donnerstagmittag ohne Strom. "Wir hatten unsere Lehren aus dem Hochwasser gezogen", sagt Geschäftsführer Oliver Radermacher. Seit der Katastrophe vor einem Jahr, die die Senioreneinrichtung mit voller Wucht getroffen hatte, werde penibel darauf geachtet, dass die Akkus der wichtigen Geräte immer geladen seien.
"Unsere Pflegekräfte wissen ganz genau, nach wem sie zuerst schauen müssen", sagt Radermacher. Es gebe Menschen, die eine Ernährungspumpe hätten, bei anderen würden Medikamente automatisch dosiert. Die Rufanlage, mit der Bewohner sich melden können, schalte automatisch auf Notstromversorgung. Mitarbeiter überprüften außerdem, ob jemand im Aufzug feststecke.
Stromausfall: In Erftstädter Kaufland geht das Licht aus
Wichtig sei, zumindest eine Dimension zu erfahren, wie lange man ohne Strom sei. Dann müsse ja auch überlegt werden, wie die Lebensmittel gekühlt werden. Radermacher zeigt sich zufrieden: "Die Kette ist angelaufen, unser Konzept hat funktioniert."
Bis zu zwei Stunden könne die Kaufland-Filiale im Liblarer Einkaufszentrum Am Holzdamm sich eigenständig mit Strom versorgen, berichtet Marktleiter Björn Erkolai. Die Kassen hätten problemlos funktioniert, auch die elektrisch öffnenden und schießenden Türen seien nicht das Problem gewesen. Irgendwann sei allerdings das Licht ausgegangen: "Da mussten unsere Kunden für kurze Zeit den Markt verlassen."