Die Stadt kauft eine Immobilie an der Hermann-Seger-Straße. An der Hochstedenstraße sollen bald 80 Plätze in neuen Unterkünften entstehen.
ImmobilienkaufDas sind die neuen Pläne für die Unterbringung von Geflüchteten in Frechen

Die Halle des Palettenhandels ist abgebrochen, jetzt wird das städtische Grundstück an der Hochstedenstraße für den Bau von neuen Unterkünften für Geflüchtete vorbereitet.
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Die Schaffung von neuen Plätzen für Geflüchtete ist dringend notwendig: Seit Februar 2024 kommen im Schnitt zehn Personen pro Woche nach Frechen, um Schutz zu suchen. Die städtischen Unterkünfte sind fast komplett belegt, einige Plätze fallen aufgrund von Baumängeln oder Umorganisation aktuell weg.
Insgesamt bringt die Stadt zur Zeit 921 Menschen unter – darunter sind 611 Asylsuchende, 259 anerkannte Geflüchtete, 46 Obdachlose und fünf Spätaussiedler. Und es gilt für Frechen noch eine Verpflichtung für 273 Personen, die aufgenommen werden müssten.
Frechen: Ankauf einer Gewerbeimmobilie als Unterkunft
Zudem gibt es einen Ratsbeschluss aus dem Februar, nach dem die Gerhard-Berger-Halle in Königsdorf zum Schuljahr 2025/26 möglichst wieder freigegeben werden sollen. Dort können bis zu 116 Menschen untergebracht werden, diese Plätze müssten dann ersetzt werden.
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In der Königsdorfer Gerhard-Berger-Halle werden seit Jahren Geflüchtete in einer Art Zeltstadt untergebracht, die Sportler können sie nicht nutzen.
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Verschiedene Maßnahmen der Stadt sollen nun Abhilfe schaffen: Für rund 2,9 Millionen Euro soll laut Ratsbeschluss ein Objekt im Industriegebiet an der Hermann-Seger-Straße angekauft werden. Dort könnten bis zu 56 Geflüchtete untergebracht werden.
Einzelne Investitionen in Umbauten stehen vor Inbetriebnahme noch an.
Das Gebäude, das die Stadt bereits vor Monaten anmieten wollte, verfügt über eine Wohnfläche von rund 600 Quadratmetern und beinhaltet 14 Zimmer mit Zugang zu jeweils einem separaten Badezimmer. Diese Zimmer sind über zwei Ebenen verteilt, auf jeder Ebene gibt es zwei Aufenthaltsträume. „Einzelne Investitionen in Umbauten stehen vor Inbetriebnahme noch an“, so die Stadt. Es müsse in einer Etage eine Küche nachgerüstet werden, Mobiliar sei im städtischen Lager vorrätig. „Eine kurzfristige Inbetriebnahme ist gegeben“, erläutert die Verwaltung.
Zudem sollen auf dem städtischen Gelände an der Hochstedenstraße, auf dem bis März ein Palettenhandel ansässig war, Unterkünfte für bis zu 80 Personen entstehen. Die Halle des Unternehmens ist bereits abgebrochen, die 2.400 Quadratmeter große Fläche liegt brach. Zur Zeit wird untersucht, welche Art der Unterbringung dort gebaut werden soll. Ursprünglich sollten für rund 2,7 Millionen Euro sogenannte „Mobile Homes “errichtet werden, nun wird über eine mehrgeschossige Bebauung nachgedacht. Diese Variante erfordert aber noch ein Bodengutachten und eine neue Statik.

Die ehemalige Gewerbehalle an der Hochstedenstraße ist bereits abgebrochen.
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„Wir sind in der Ermittlung, welche Art der Unterkünfte zielführend ist und wie der Kostenrahmen eingehalten wird. Zur Zeit können noch keine Auskünfte gegeben werden, wann der Beginn der Nutzung erfolgt, da wir auch von Dritten (Kapazitäten bei Energieversorgern) abhängig sind.“, vermeldet die Verwaltung. Angestrebt wird aber eine Inbetriebnahme im Sommer, eine kurzfristige Vergabe sei notwendig.
Zudem sollen langfristig, ab dem Jahr 2026 und später, an der Alten Feuerwache 32 Plätze durch Container-Unterkünfte und am Rosmarweg durch Neubauten 140 Plätze entstehen. In weiteren städtischen Immobilen sollen ab Dezember 2025 rund 20 Plätze geschaffen werden.
Wenn die geplante Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) an der Alten Aachener Straße in Königsdorf errichtet worden ist und in Betrieb geht, werden der Stadt 300 Personen auf die Zahl der Unterzubringenden angerechnet.