In der Feuerwehrhalle feierte der MGV Winterscheid seine diesjährige Karnevalssitzung
KinderprinzenpaarJunge Tollitäten ließen es in Ruppichteroth krachen

Das Winterscheider Kinderprinzenpaar Anton I. und Sina I. ließ es krachen bei der Sitzung des MGV in der Feuerwehrhalle.
Copyright: Peter Lorber
Bezüglich der Innigkeit zwischen Publikum und Akteuren nimmt die Karnevalssitzung des MGV Winterscheid einen Spitzenplatz ein. Gerade so, als hätte das Ambiente in der Winterscheider Feuerwehrhalle dem Kasalla-Hit „Mer sin eens“ Pate gestanden. Mit ohrenbetäubendem Jubel wurden Garden, Tollitäten, Redner und Tanzgruppen auf die Bühne begleitet und ebenso laut und warmherzig verabschiedet.
Auch eine Tonstörung unterbrach den Spaß nicht
Das gefiel freilich dem Präsidenten-Duo Stephan Noll und Ingo Ennenbach, die in einer Manier durchs Geschehen führten, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Selbst eine Tonstörung störte nicht, sondern wurde souverän und in Ruhe abgewettert.
Ein derlei schöner Rahmen machte es den Hauptakteuren leicht. Wie dem Winterscheider Kinder-Prinzenpaar Anton I. und Sina I., das mit der Eisbrecher-Funktion kein Problem hatte und es mit seinem Rock-Gefolge mächtig krachen ließ. Dass sie die Schnüss schwaade kann, zeigte die Prinzessin, die sich plötzlich lautstark zu Wort meldete und mit erhobenen Zeigefinger und eindringlichem Redeschwall die emsigen Helfer lobte: „Da möchten wir uns jetzt bedanken, weil ohne die würde das alles nicht klappen.“ „Ein Geschenk für unsere Sitzung“, schwärmte Stephan Noll vom Auftritt der jungen Tollitäten.
Alles zum Thema Kasalla
- Campmann und Pearce „In was für einer Gesellschaft, was für einer Stadt wollen wir leben?“
- FC-Torschütze Luca Waldschmidt Befreiung in der 86. Spielminute
- Kölner Karneval 2025 Dat wor jot, dat wor nit esu jot – der Rückblick auf die Session
- Schull- und Veedelszöch & Co. Karnevalssonntag 2025 – Diese Termine stehen in Köln an
- Rote Funken Leverkusen Ein Abend zwischen Tradition und Ausrasten
- Karneval im Gefängnis So feiern die jecken Frauen in der JVA Ossendorf den Fastelovend
- Alter Markt Straßenkarneval beginnt – „Wird niemandem gelingen, uns einzuschüchtern“
Der Selbstläufer hatte jetzt Fahrt aufgenommen. So schlug der Auftritt der Ruppichterother „Blue Girls“ umso mehr ein. Mit drei Garden waren sie angetreten, bestens eingestellt bezüglich facettenreicher Choreografie, Tempo, verwirrender Schrittfolgen, spektakulärer Hebe- und Wurffiguren.
„Ein Traum wurde wahr“, kündigte Noll das Dreigestirn Eichhof an. Bauer Justus, Jungfrau Bianca und Prinz Matthias I. und der karnevalserprobte Prinzenführer Tim Hirschmann nahmen nach ihrem raderdollen Auftritt jedenfalls viele Sympathien mit nach Hause.
Ruppichterother sorgten selbst für Lacher im Publikum
Für viele Lacher sorgten die „3 Huuusmeister vom MGV“ mit ihrem jecken Krätzchen-Gesang, „Ne ärme Düvel“ (Guido Kaltenbach) mit seinen Ansichten über Alltägliches und Zwischenmenschliches, „Das Weiherblöömche & Claudia vom Backshop“ (Sylvia Guth, Claudia Giese) oder die MGV-Gastgeber mit ihrem urkomischen Showtanz.
Die Tanzeinlagen der „Hippie Bees“ und der „Gelben Säcke“ ließen die Halle nicht minder beben, während Markus Kolf, der „Meister an den schwarz-weißen Tasten“ (Noll), die Musik- und Tusch-Fäden sicher in der Hand hielt.