Mit dem Abriss des Guttenhofs verschwindet ein Stück Lohmarer Stadtgeschichte. Das sind die Gründe für die Entscheidung.
Historisches FacherkhausLohmarer Guttenhof muss wegen Einsturzgefahr abgerissen werden
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Der Guttenhof, der sich am Eisenmarkt in Lohmar befindet, ist aus der Denkmalliste gestrichen worden.
Copyright: Cordula Orphal
Der Guttenhof ist nicht zu retten. Das historisch bedeutsame Gebäude, eines der ältesten der Stadt, wird nun aus der Denkmalliste gestrichen. Hier, am Eisenmarkt 4, hatte einige Zeit sogar ein Bürgermeister seinen Amtssitz.
Der Stadtentwicklungsausschuss nahm den Sachverhalt mit Bedauern zur Kenntnis. Laut Gutachten eines Sachverständigen müsste das einsturzgefährdete Fachwerkhaus komplett demontiert werden, nur wenige Bauteile wäre zu retten, eine Rekonstruktion käme einem Neubau gleich. Damit aber ginge die Denkmalwürdigkeit verloren.
Mit Abriss des Lohmarer Guttenhofs verschwindet Stück Stadtgeschichte
Der Eigentümer hat bereits einen Abrissantrag gestellt. Er hatte das einst repräsentative Gebäude aus dem 18. Jahrhundert vor wenigen Jahren erworben, zuvor stand es rund 20 Jahre leer, war augenscheinlich baufällig. Eichenbalken und Lehmgefache wiesen Schäden auf, an einigen Stellen hatte die Fassade tiefe Löcher, ebenso die Decken im Innern. Im Gespräch mit dieser Zeitung sprach er damals von seinem Ziel, das Denkmal zu retten, und von mindestens 300.000 Euro Sanierungskosten.
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Mit dem Abriss der Nummer 67 aus der Denkmalliste verschwindet ein Stück Stadtgeschichte, bedauerte Heimatforscher Hans Heinz Eimermacher im Ausschuss. Der Eisenmarkt, der früher Erlenmarkt hieß, war eine Keimzelle des Zentralorts. Im Haus Nummer 4 hatte Bürgermeister Balthasar Schwaben von 1814 bis 1826 seinen Wohn- und Amtssitz.
Fachwerkhaus an der Kieselhöhe wird unter Denkmalschutz gestellt
Die Kommunalpolitik beschloss ferner, das Fachwerkwohnhaus Kieselhöhe 13a, nur wenige hundert Meter weit vom Guttenhof entfernt, unter Schutz zu stellen. Es steht im historischen Siedlungsort „Oberdorf Lohmar“ und stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Seine Bausubstanz ist laut dem LVR-Amt für Denkmalpflege seit etwa 250 Jahren nahezu unverändert. Das Eckgebäude sei „ortsbildprägend“ und ein „unverzichtbares Zeugnis der Ortsentwicklung“. Es ist die Nummer 179 in der städtischen Denkmalliste.