1:0 in LeverkusenGenialer Wirtz schießt Bayer zum Sieg gegen Mainz
Das Wichtigste zuerst
Nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hat sich Bayer 04 Leverkusen im Heimspiel gegen einen starken FSV Mainz 05 einen 1:0 (0:0)-Sieg erkämpft. Die Werkself bleibt dank des fünften Erfolgs aus den letzten sechs Pflichtspielen auf einem der von ihr anvisierten Champions-League-Plätze.
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Sieggarant für Bayer 04 war erneut Supertalent Florian Wirtz, der in der 62. Minute nach schöner Kombination sein fünftes Tor in den letzten fünf Spielen erzielte.
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Das Tor
Rechtsverteidiger Jeremie Frimpong, ein steter Antreiber der Werkself in den vergangenen Wochen, hatte sich zum wiederholten Mal bis in den Mainzer Strafraum vorgekämpft und spielte dort einen Doppelpass auf engstem Raum mit Wirtz. Der niederländische Sprinter legte noch einmal zurück auf Wirtz. Der 18-Jährige nahm den Ball an und schoss ihn aus dem Stand mit dem rechten Fuß und perfekter Technik neben den linken Pfosten. Ein präziser Abschluss einer traumhaften Kombination.
Zuvor hatte Bayer 04 kein Mittel gefunden, um bis in den Mainzer Strafraum vorzudringen. Das 1:0 war der erste Abschluss aus dem Sechzehnmeterraum. Bis dahin hatten die Leverkusener ihr Glück nur aus der Distanz versucht – ohne Erfolg.
Das war gut
Der Auftritt der Werkself nach dem Seitenwechsel. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane zeigte sich spielfreudig und dominant und knackte eine taktisch hervorragend eingestellte Mainzer Defensive über die Flügel.
Mit Kerem Demirbay als Ballgewinner und Antreiber, Frimpong als Tempomacher, Wirtz als Vollstrecker und Lukas Hradecky als Rückhalt in der Not gelang ein verdienter Sieg. Doch es wurde deutlich, warum Mainz bis zum Spiel in Leverkusen nur zwei Gegentore kassiert hatte.
Das war schlecht
In weiten Phasen der ersten Halbzeit konnte Bayer 04 kaum eine seiner Stärken auf den Platz bringen. Mainz nahm Wirtz zumeist aus dem Spiel, Diaby erwischte keinen Sahne-Tag und dribbelte nur in ungefährliche Räume. Und Innenverteidiger Odilon Kossounou lud die Gäste mit einigen hochriskanten Aktionen zu Torchancen ein. Hradecky verhinderte mit Paraden gegen den früheren Leverkusener Dominik Kohr und Stefan Bell einen frühen Rückstand. Kurz vor Schluss war der Keeper dann wieder im Fokus.
Moment des Spiels
Leverkusens finnischer Kapitän rettete seiner Mannschaft den Sieg kurz vor Schluss mit einer spektakulären Flugparade. Nach einer präzisen Flanke von Anton Stach war der eingewechselte Marcus Ingvartsen in zentraler Position freistehend zum Kopfball gekommen. Hradecky flog und faustete den Ball mit der linken Hand aus der Gefahrenzone. Eine Parade für jeden Highlight-Zusammenschnitt.
Mann des Spiels
18 Jahre, 145 Tage und zehn Bundesliga-Tore: Mit seinem Siegtreffer stellte Wirtz erneut einen Tor-Rekord auf, kein Profi war beim Erreichen dieser Marke jünger. Der frühere Kölner löste eine FC-Legende in der Rangliste ab: Lukas Podolski, der bei seinem zehnten Tor am 22. Mai 2004 18 Jahre und 353 Tage alt war.
Das sagen die Trainer
Gerardo Seoane (Bayer 04): „Es hat viel Geduld gebraucht gegen einen sehr gut organisierten Gegner. Wir haben anfangs nicht die Räume gefunden, uns hat die Durchschlagskraft gefehlt. Das war mit Beginn der zweiten Halbzeit viel besser.“
Bo Svensson (Mainz 05): „Für uns ist es eine bittere Niederlage. In den 20 Minuten nach der Halbzeit haben wir zu passiv agiert. Diese Räume hat Leverkusen dann mit seiner Klasse genutzt. In unseren guten Phasen haben wir kein Tor gemacht – darum hat es leider nicht zu einem Tor gereicht.“
Das sagen wir
Das aktuelle Leverkusener Erfolgsrezept ist das Genie des Florian Wirtz, kombiniert mit der Zuarbeit wacker kämpfender und sprintender Mitspieler. Auf die kompletten 90 Minuten gesehen kommen so keine atemberaubenden Spiele zustande.
Doch die von Wirtz vollführten Highlights bleiben im Gedächtnis – und sichern die Punkte. Welche Verantwortung der 18-Jährige Woche für Woche übernimmt und ihr dann auch gerecht wird, ist atemberaubend.