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KommunalwahlMilanie Kreutz will nicht erneut Fraktionsvorsitzende der SPD Leverkusen werden

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Milanie Kreutz.

Milanie Kreutz will eine neue Rolle in der Leverkusener SPD einnehmen.

Milanie Kreutz will eine neue Rolle in der Leverkusener SPD einnehmen.

Die SPD-Fraktion in Leverkusen wird nach der Kommunalwahl im September eine komplett neue Führung haben. Nachdem im Januar Lena Pütz schon mitgeteilt hat, dass sie bei der Wahl gar nicht mehr antreten wolle, kündigt jetzt auch Milanie Kreutz, seit 2020 Fraktionsvorsitzende, an, im September nicht mehr für das Amt kandidieren zu wollen.

Zurückziehen aus der politischen Arbeit will sie sich allerdings nicht, sie strebt einen „Rollenwechsel“ an, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt. Statt an der Fraktionsspitze zu wirken, wollen sie „die finanzpolitische Arbeit der Fraktion“ weiterhin verantworten und ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Leverkusen werden. Bisher hat für die SPD Heike Bunde das Amt inne. Beide Vorschläge hätten sowohl Oberbürgermeister Uwe Richrath als auch Ortsvereinsvorsitzender Darius Ganjani „ausdrücklich begrüßt“. Ob sie die finanzpolitische Verantwortung behält, wird die neue Fraktion entscheiden. Der Rat wählt die drei ehrenamtlichen Bürgermeister.

Milanie Kreutz begründet den Schritt mit der schweren Haushaltskrise, in der sich die Stadt befindet. Am Montag stellen OB Uwe Richrath und Kämmerer Michael Molitor dem Stadtrat den Haushaltsentwurf 2025 vor, inklusive Haushaltssicherungskonzept für die kommenden zehn Jahre.

„Es braucht jetzt volle Konzentration auf das, was unsere Stadt am dringendsten braucht: finanzpolitische Kompetenz, Klarheit in der Führung und gesellschaftspolitischen Rückhalt“, so Kreutz, die glaubt, in dieser Rolle wirksamer zu sein. Sie arbeitet in der Finanzverwaltung NRW und ist im Deutschen Beamtenbund aktiv, wo sie „die Interessen von über 400.000 Frauen im öffentlichen Dienst“ vertrete.

Und das sei alles viel Arbeit. Die Anforderungen stiegen, Kreutz müsse priorisieren: „Das Aufgabenfeld einer Fraktionsvorsitzenden ist breit gefächert und sehr zeitintensiv. Die Aufgabe hat mir immer Freude gemacht, aber die Zeit fehlt mir einfach.“ Auch in der Ratssitzung am Montag werde sie nicht dabei sein können, weil sie auf Einladung von Bundespräsident Steinmeier auf dem „Demokratieforum Kommunalpolitik  – Stadt- und Gemeinderäte: Engagiert vor Ort“ in Berlin ist. Verabschiedet wird der Haushalt voraussichtlich am 7. Juli.  „Wir brauchen einen beschlossenen Haushalt als Grundlage für das Haushaltssicherungskonzept“, so Milanie Kreutz dazu. Ob es bereits Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge an der Fraktionsspitze gibt, ist öffentlich nicht bekannt.