Ein Zuschuss zu den Heizkosten hielt die Besucher nicht vom Besuch des Basars im Freudenthaler Sensenhammer ab.
Freudenthaler SensenhammerWenn Leverkusens Industriemuseum weihnachtlich wird

Ulla Menrath mit ihrem Stand
Copyright: Lena Schmitz
Die Krisen der Welt waren auch im Freudenthaler Sensenhammer nicht ganz auszublenden: Bevor sie am Samstag den Weihnachtsbasar dort besuchen konnten, wurden die Besucher aufgefordert, einen Heizkostenzuschuss zu berappen: zwei Euro pro Erwachsenem. Dann ging es die Treppe hinunter, vorbei an alten Maschinen und durch einen wärmedämmenden Vorhang in die Schmiedehalle.
Ein wahres Weihnachtsparadies
Beim Betreten war die sonst rustikale und kühle Schmiedehalle nicht mehr wiederzuerkennen. Überall funkelte und leuchtete es weihnachtlich. Man wusste gar nicht, zu welchem Stand man als Erstes gehen solle. Zur Auswahl standen gestrickte Socken, Handschuhe, Mützen oder selbstgemachter Haarschmuck. Selbstverständlich durften auch die verschiedensten Arten von Weihnachtsdekorationen nicht fehlen. Von geschmiedeten Kerzenständern über Keramik, Karten und Lichterketten war alles dabei.

Kaum wiederzuerkennen: die Schmiedehalle des Freudenthaler Sensenhammers mit dem Weihnachtsmarkt
Copyright: Lena Schmitz
„Man braucht hier schon besondere Produkte, die man anbietet, die auch nicht zu teuer sind. Damit die Leute auch wirklich etwas kaufen“, erklärte Ulla Menrath. Sie war in der Vergangenheit bereits mehrmals mit ihrem Stand auf dem Schlebuscher Weihnachtsbasar und verkaufte fleißig Weihnachtszwerge, Baumschmuck aber auch Dekoringe aus Holz. Sie weiß, dass solche Märkte jedes Jahr sehr unterschiedlich verlaufen können. Je nachdem, wie bereit die Besucher sind, Geld für neue Dekoration in die Hand zu nehmen. Schließlich haben die meisten eigentlich alles, was man braucht, zu Hause und möchte nur mal stöbern.
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Hier gibt es immer total besondere Produkte, bei denen man auch merkt, dass sie mit Liebe hergestellt wurden“
An diesem Samstag kam das Heimspiel von Bayer 04 hinzu. Das hielt sicher manchen vom Besuch im Sensenhammer ab. Für Henriette und Rike Schneider galt das nicht. Die beiden Schwestern hatten sich schon seit Beginn der Weihnachtszeit auf den Basar im Sensenhammer gefreut: „Hier gibt es immer total besondere Produkte, bei denen man auch merkt, dass sie mit Liebe hergestellt wurden“, finden die Schlebuscherinnen.
Zwischendurch sorgte „Orgels Bäätes“ auf der Drehorgel und für eine besondere Adventsstimmung. Auch der Gemischte Chor Schlebusch brachte die Besucher in Weihnachtslaune. Auch am Sonntag war von 12 bis 18 Uhr Gelegenheit zum Besuch im Industriemuseum, das an diesem Wochenende eine ganz andere Atmosphäre hatte als sonst.