Um den Garten schön zu gestalten, hat der Verein „Leverkusen hilft krebskranken Kindern“ 150.000 Euro gespendet.
Großspende für GartenKinder-Palliativstation in Schlebusch öffnet am 1. Juni

Im Herbst wurde an der Kinderpalliativstation (mittig links) am Klinikum Leverkusen noch gebaut. Am 1. Juni ist sie bezugsfertig.
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Der Termin für die Inbetriebnahme steht endlich fest: Am 1. Juni wird die erste Patientin oder der erste Patient der Kinderpalliativstation in eines der Zimmer in dem Neubau auf dem Gelände des Klinikums einziehen. Seit 2022 wird am Bau gearbeitet, vor wenigen Monaten wurde er fertiggestellt.
Hier in Schlebusch sollen Kinder und Jugendliche mit komplexen oder lebensverkürzenden Krankheiten in Zukunft versorgt werden. Für sie gibt es unter anderem einen Garten. Eine große Spende für diesen Bereich hat nun der Verein „Leverkusen hilft krebskranken Kindern“ bereitgestellt, schreibt das Klinikum: Mit 150.000 Euro will er dazu beitragen, dass sich das noch recht karge Gelände in sattes Grün verwandelt.
Leverkusen: Verein engagiert sich seit mehr als 30 Jahren
Ende März wurde die Spende symbolisch übergeben. Der Verein engagiert sich seit mehr als 30 Jahren. Vereinsvorsitzender Hanno Fasel sammelt gemeinsam mit Irmgard von Styp-Rekowski bereits seit mehreren Jahrzehnten Spenden für den guten Zweck. Seit seiner Gründung 1987 setzt sich der Verein für an Krebs erkrankte Kinder und ihre Familien in finanziellen Notlagen ein. Darüber hinaus unterstützt er medizinische Einrichtungen bei der Anschaffung teurer Geräte. Und auch fördert er die Forschung – ein ebenfalls bedeutender Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Versorgung betroffener Kinder, schreibt das Klinikum.
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Besonders in der Palliativversorgung sei ein separater Garten von hoher Bedeutung, heißt es. „Hier können die Patientinnen und Patienten in einer geschützten Umgebung etwas Abwechslung finden und erholsame Momente an der frischen Luft genießen“, erklärt Dejan Vlajnic, ärztlicher Leiter der neuen Station. „Das kann sich sehr positiv auf das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen auswirken.“ Wie der Mediziner beschreibt, ist knapp ein Drittel der Patienten in der Kinderpalliativversorgung von einer Krebserkrankung betroffen.
Erstes Symposium im März
Ende März fand auch das erste Kinderpalliativ-Symposium am Klinikum statt. Die Pflegedirektion und Dejan Vlajnic hatten hierzu Fachpublikum aus Pflege und Medizin eingeladen. Unter dem Motto „Kinderintensivmedizin trifft Kinderpalliativmedizin“ verfolgten über 160 Gäste Fachvorträge, unter anderem von Referenten und Referentinnen vom Universitätsklinikum Düsseldorf und der Charité Berlin.

Das erste Kinderpalliativ-Symposium Leverkusen verzeichnete einen so großen Andrang, dass die Veranstaltung in ein Nachbargebäude übertragen werden musste, schreibt Klinikums-Pressesprecher David Posor.
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„Uns war wichtig, kurz vor dem Betriebsstart unserer Station ein breites Angebot für den Austausch von Wissenschaft und Praxis zu bieten“, sagt Vlajnic, der in Schlebusch seit Jahresbeginn für die Kinderpalliativmedizin und pädiatrische Intensivmedizin verantwortlich ist. „Nach München und Datteln ist Leverkusen der deutschlandweit erst dritte Standort mit einer Spezialstation dieser Art“, so der Facharzt. „Dieser Vorreiterrolle möchten wir in jeder Hinsicht gerecht werden.“
Er betonte, wie wichtig das Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen gerade in diesem Bereich sei. „Die Medizin ist nur ein Bestandteil unserer Arbeit“, erklärt Vlajnic. „Nur Hand in Hand mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Pflege, Therapie und Psychologie funktioniert das große Ganze.“