Eine Frau in Lebensgefahr musste aus dem Klinikum Leverkusen nach Bonn gebracht werden
Akute LebensgefahrHubschrauberrettung in Leverkusen – Klinikum fordert Landeplatz

Hubschraubereinsatz am Klinikum Leverkusen
Copyright: Klinikum Leverkusen
Eine Patientin in akuter Lebensgefahr ist am Mittwochmorgen aus dem Klinikum Leverkusen abgeholt worden: auf spektakuläre Weise mit dem Rettungshubschrauber „Christoph Rheinland“. Da das Klinikum trotz jahrelanger Bemühungen noch über keinen ausgewiesenen Hubschrauberlandeplatz verfügt, musste das schwierige Landemanöver auf einer Wiese vor der Zentralen Notaufnahme durchgeführt werden.
„Bei der Patientin lag ein Riss der Hauptschlagader vor, was eine unmittelbare Notoperation in einem Zentrum mit herzchirurgischer Abteilung erfordert“, sagt Dr. Christoph Adler, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin am Klinikum Leverkusen.
Transport zur Uniklinik Bonn
Das nächstgelegene Zentrum dieser Art ist die Uniklinik Bonn. „Diese ist so weit entfernt, dass eine Verlegung per Rettungswagen einen lebensentscheidenden Zeitverlust bedeuten könnte“, erklärt Adler. Der Einsatz des gelben ADAC-Hubschraubers, der nach der Alarmierung umgehend vom Flughafen Köln/Bonn in Richtung Leverkusen startete, sei somit von immenser Bedeutung gewesen. Im Zuge dessen betont Adler, wie wichtig es sei, dass möglichst bald der schon lange geplante Landeplatz auf dem Dach eines Gebäudeteils eingerichtet werde.
Alles zum Thema Klinikum Leverkusen
- Ausbildungsmesse im Wuppermann Bildungswerk Junge Erwachsene können berufliche Perspektiven entwickeln
- Notdienstvereinbarung soll greifen Im Leverkusener Klinikum und bei der Wupsi wird am Mittwoch gestreikt
- Im Klinikum Leverkusen operiert 43-jährige Olympiateilnehmerin läuft jetzt mit künstlichem Knie
- „Ich gehöre doch dazu“ Warum ein Pfleger und eine Ärztin aus Syrien in Leverkusen und Köln bleiben wollen
- Kontrollen und Präsenz So wollen Stadt Leverkusen und Polizei den Karneval sicher machen
- Ohne Schnitte Klinikum Leverkusen bietet neue Methode gegen Gebärmutterhalsmyome
- Krankheitswelle Mehr Influenza, aber weniger RSV-Infektionen in Leverkusen
Die Rasenfläche am Kreisverkehr vor der Zentralen Notaufnahme musste aufwändig von Kräften der Berufsfeuerwehr Leverkusen abgesichert werden, der Pilot benötigte aufgrund der beengten Verhältnisse mehrere Landeversuche. „Dadurch verlieren wir unnötigerweise wichtige Minuten“, sagt der Notaufnahmen-Leiter. „Es wird Zeit, dass mit dem Bau des geplanten neuen Landeplatzes begonnen wird, damit derartige Verzögerungen und Gefährdungen in Zukunft vermieden werden.“
Aktuell befindet sich das Projekt Hubschrauberlandeplatz zur finalen Freigabe im luftfahrtrechtlichen Genehmigungsverfahren bei der Bezirksregierung in Düsseldorf.