Der 52-jährige Trainer möchte im Sommer den Weg für einen Nachfolger freimachen, der für frische Impulse sorgen soll.
Überraschung beim LandesligistenMarkus Hilmer verlässt nach drei Jahren den SV Schlebusch

Markus Hilmer will den SV Schlebusch auch in dieser Saison zum Klassenerhalt führen.
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Nach drei Jahren soll Schluss sein. Markus Hilmer verlässt die Fußballer des SV Schlebusch zum Saisonende und möchte sich in der Landesliga mit dem Klassenerhalt verabschieden. „Ehrlich gesagt sind wir davon ausgegangen, dass Markus weitermacht“, verkündet Dirk Dreher die überraschende Nachricht.
Der Vorstandssprecher erklärt, dass man beim Tabellenneunten gerne mit dem 52-jährigen Coach weitergemacht hätte. Nach drei Siegen zum Rückrundenstart und der jüngsten 1:2-Niederlage in Neunkirchen-Seelscheid kam es aber anders.
Ich denke, dass der Zeitpunkt gekommen ist, an dem ich als Trainer zurücktreten und Platz für einen Nachfolger machen muss. Nur so kann sich die Mannschaft weiterentwickeln und den nächsten Schritt gehen
„Ich denke, dass der Zeitpunkt gekommen ist, an dem ich als Trainer zurücktreten und Platz für einen Nachfolger machen muss“, erklärt Hilmer seinen Abschied im Sommer, „nur so kann sich die Mannschaft weiterentwickeln und den nächsten Schritt gehen.“
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Als Nachfolger von Marcel Müller war der ehemalige Kreisliga-Trainer vom SV Weiden in den Bühl gekommen und entwickelte ab 2022 nicht nur sich selbst, sondern auch die Mannschaft weiter. „Gegen Brauweiler haben wir mit der jüngsten Mannschaft der ganzen Landesliga gespielt“, stellt Dirk Dreher die Entwicklung der Jugend heraus, während Hilmer genau diese als Grund für einen „neuen Impuls“ sieht: „Manche Spieler hatten keinen anderen Herren-Trainer als mich. Da muss ich jetzt vielleicht auch mal den Weg freimachen.“
Am Dienstag, fünf Tage vor dem nächsten Punktspiel zu Hause gegen den 1. FC Spich, verkündete er diese Entscheidung seiner Mannschaft. Diese darf nun gespannt sein, wer die Nachfolge von Hilmer in Schlebusch antritt, zudem ist allen Beteiligten der sportliche Aspekt am wichtigsten.
„Wir haben mit Markus einmal am letzten und vergangenen Sommer am vorletzten Spieltag die Klasse gehalten“, erinnert sich Vorstand Dreher, „jetzt wäre es schön, wenn wir die positive Tendenz fortsetzen und schon früh für klare Verhältnisse sorgen.“
Tatsächlich kann frühe Planungssicherheit für die Landesliga sehr hilfreich sein, wenn es in die Verhandlungen mit Hilmers Nachfolger geht. Eine Deadline haben sich die Verantwortlichen dafür noch nicht gesetzt. Erstmal gilt es, den bevorstehenden Abschied zu verdauen und zur Normalität zurückzufinden. „Fest steht, dass wir mit Markus menschlich einen tollen Typen verlieren, der immer 100 Prozent für den SVS gegeben hat“, betont Dirk Drehe, der zur Entlastung des Trainers am Sonntag im Heimspiel gegen Spich die Punkte zehn, elf und zwölf einfahren möchte.