Für die Autobahnverbindung zwischen der A59 und der A555 soll nach den Vorstellungen der Autobahn GmbH einer der Seen zugeschüttet werden.
Sorge um Spicher SeenTroisdorfer Grünen-Fraktion stellt sich gegen die Pläne für Rheinspange 553

Die Rheinspange soll die rechtsrheinische A59 und die linksrheinische A 555 verbinden.
Copyright: Udo Beißel
Die Troisdorfer Grünen kritisieren die Pläne zum Bau der sogenannten Rheinspange 553, der Autobahnverbindung zwischen der rechtsrheinischen A59 und der linksrheinischen A555.
„Wir sehen insbesondere die Spicher Seen als gefährdet an, die wir im Hinblick auf den Naturschutz mehrheitlich aufwerten wollen“, sagt Ludger Heseding, der umweltpolitische Sprecher der Ratsfraktion der Grünen. Er reagiert damit darauf, dass kürzlich eine sogenannten Vorzugsvariante festgelegt wurde für das auf beiden Seiten des Rheins umstrittene Straßenbauprojekt.
See soll verschwinden
Die ausgewählte Trasse soll nach den Vorstellungen der Autobahn GmbH, die das Autobahnprojekt betreut, auf Höhe der Spicher Seen mit der A59 verbunden werden. Um das zu ermöglichen, soll einer der Seen zugeschüttet werden.
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„Die Planung dieser neuen Autobahn scheint aus der Zeit gefallen. Sie hat erhebliche Auswirkungen auch auf die Landschaftsplanung des Kreises, und Troisdorf muss die Kompensationsflächen in die Planfeststellung einbringen“, sagt Thomas Möws, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Troisdorfer Stadtrat.
Er erwartet, dass die Stadtverwaltung im Umweltausschuss erklären wird, wie sie die massiven Einschnitte bewertet und wie sie den drohenden Verlust von Naturraum auf Troisdorfer Gebiet kompensieren will.
„Wir können nur hoffen, dass dieses Projekt nicht umgesetzt wird, und die dafür geplanten Millionen in die Verkehrswende investiert werden“, kommentiert Thomas Möws das gesamte Vorhaben.