Der Kölner Hauptbahnhof ist vom 14. bis 24. November bis auf die S-Bahn und ein paar Regionalzüge voll gesperrt.
Bahnknoten KölnDas passiert bis zum Jahr 2030

So wird es im Kölner Hauptbahnhof im November wieder aussehen: Zehn Tage lang wird der Verkehr mit Ausnahme der S-Bahn ruhen.
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Im Bahnknoten Köln wird es auch nach der Sperrung vom 2. bis 19. Mai, die Marcel Winter, Geschäftsführer von go.Rheinland als „größte, die es jemals gab“ bezeichnet, bis 2030 weitere große Bauprojekte geben, darunter der Austausch von vier Bahnbrücken in der Innenstadt von August 2028 bis Dezember 2029, mit der Folge, dass zwischen Köln Hauptbahnhof und Köln-Süd 17 Monate lang keine Züge fahren werden. Hier eine Übersicht bis ins Jahr 2030.
2. bis 19. Mai 2025: Sperrung Köln-Bonn-Koblenz (linksrheinisch)
Vom Freitag, 2. Mai (21 Uhr), bis Montag, 19. Mai (5 Uhr), müssen sich Pendler im Großraum Köln wegen der Arbeiten am neuen elektronischen Stellwerk Linker Rhein auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Der RE1 (Aachen-Hamm) fällt zwischen Horrem und Köln Hauptbahnhof aus. Das gilt für RE8 und die RB27 (Mönchengladbach-Koblenz) zwischen Pulheim und Troisdorf, den RE9 (Aachen-Siegen) zwischen Horrem und Köln Hauptbahnhof, die RB38, die nur zwischen Bedburg und Horrem pendelt, die S12 (Horrem-Au), die erst ab Köln Hauptbahnhof Richtung Au (Sieg) fährt. Die S19 (Düren-Au) wird zwischen Horrem und Köln-Hansaring gestrichen.
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Auf den Eifelstrecke fahren der RE12 (Köln Messe/Deutz-Trier), der RE22 (Köln Messe/Deutz-Bitburg-Erdorf) und die RB24 (Köln Messe/Deutz-Kall) nicht. Sie werden durch Busse ersetzt.
Auch zwischen Köln und Bonn geht linksrheinisch nichts. Der RE5 (Emmerich-Koblenz) fährt von Emmerich nur bis Köln Hbf. Die RB26 (Flughafen Köln/Bonn-Mainz) fällt im Rheinland komplett aus, pendelt nur zwischen Koblenz und Mainz, die RB30 (Bonn-Ahrbrück) wird komplette gestrichen, die RB48 (Wuppertal-Bonn Mehlem) startet und endet im Kölner Hauptbahnhof.
Auf allen Linien werden 100 Busse eingesetzt, darunter auch der Ersatzbus für den RE5, der die Hauptbahnhöfe Köln und Bonn ohne Zwischenstopp verbindet. Als Alternative stehen auf dieser Verbindung auch die KVB-Linien 16 und 18 zur Verfügung.
Was passiert mit der Regionalbahn 48 zwischen Köln und Bonn nach der Großbaustelle? Sie kann nach der Großbaustellensperrung immerhin im Stundentakt wieder fahren. „Uns hilft natürlich, dass der 30-Minuten-Takt nicht gefahren wird, weil wir dann mehr Kapazitäten für den wichtigen internationalen Güterverkehr zur Verfügung stellen können“, sagt Christian Golenia, Leiter Betrieb, Fahrplan, Vertrieb und Kapazitätsmanagement der Region West. „Sollte National Express fahren wollen, werden wir die Fahrbarkeit des 30-Minuten-Taktes natürlich erneut prüfen.“
Läuft schon (bis Ende 2028): Elektrifizierung der Eifelstrecken
Die Elektrifizierung der Eifelstrecken ist in Arbeit, sowohl auf der Strecke zwischen Euskirchen und Kall als auch auf der Voreifelbahn (Bonn-Euskirchen) und der Erfttalbahn (Euskirchen-Bad Münstereifel). Spätestens Ende 2028 soll das Projekt abgeschlossen sein. Anschließend wird die gesamte Linie zwischen Bonn und Bad Münstereifel als S-Bahnlinie 23 fahren. Sie wird damit Teil des S-Bahnnetzes Rheinland.
Die Hochwasserschäden auf der Eifelstrecke zwischen Kall und Nettersheim sollen im Sommer soweit beseitigt sein, dass der Betrieb auf einem Gleis ab Mitte Juni wieder möglich ist.
14. bis 24. November 2025: Sperrung des Kölner Hauptbahnhofs
Das ist die letzte Etappe, bevor die Züge komplett von den neuen Stellwerken durch den Großraum Köln geleitet werden. Das Ausweichkonzept ist noch in Arbeit, wird aber ähnlich umfangreich ausfallen.
Februar bis Juli 2026: Generalsanierung des Korridors Köln-Wuppertal-Hagen
Für alle Generalsanierungen bis 2029 gilt, dass der Nahverkehr nahezu vollständig durch Busse ersetzt werden muss. Als Maßstab gilt das Verkehrskonzept bei der Sanierung der Riedbahn (Frankfurt-Mannheim), die von Juli bis Dezember 2025 saniert wurde. Dort wurden 150 Busse eingesetzt, die täglich von bis zu 16.000 Fahrgästen genutzt wurden.
Juli bis Dezember 2026: Generalsanierung des Korridors Troisdorf-Koblenz (rechte Rheinseite)
Die Strecke zwischen dem Rheinland und dem Rhein-Main-Gebiet ist ein wichtiger Teil des Korridors zwischen Rotterdam und Genua. Zwischen Troisdorf und Unkel werden während der Generalsanierung Gleise, Weichen, Oberleitung und Brücken erneuert. Außerdem werden mehrere Bahnhöfe modernisiert.
Im Rahmen dieser Generalsanierung wird auch der Bau der Strecke für die S-Bahn-Linie 13 zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel vorangetrieben. Ihr Ausbau kann durch die Generalsanierung im nördlichen Abschnitt zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel um zwei Jahre beschleunigt werden. Der südliche Bauabschnitt zwischen Beuel und Oberkassel wird nicht vor 2030 in Angriff genommen, weil das mit dem Neubau von vier Brücken auf dem Kölner Eisenbahnring kollidiert.
2027: Sanierung der Strecke Köln-Siegen
Die Siegstrecke soll für 30 Wochen gesperrt und erneuert werden. Sie ist kein Bestandteil des Generalsanierungsprogramms der Bahn, aber neben ihrer Bedeutung für den Regionalverkehr auch als Ausweichroute für die linke Rheinstrecke wichtig. Auch auf der linken Rheinseite wird es 2027 Sperrungen in Vorbereitung der Generalsanierung zwischen Köln und Koblenz im Jahr 2028 geben.
Februar bis Juli 2028: Generalsanierung des Korridors Köln-Bonn-Koblenz (linke Rheinseite)
Konkrete Pläne zur Sanierung dieser Strecke, die trotz der rechtsrheinischen Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main von großer Bedeutung ist, gibt es noch nicht. Hier fahren neben dem Regional- und Fernverkehr vor allem viele Güterzüge, die die Strecke an ihre Kapazitätsgrenze bringen. Ein Schwerpunkt ist die Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik des Stellwerks Bonn-Bad Godesberg.
August 2028 bis Dezember 2029: Neubau von vier Brücken in der Kölner Innenstadt
Der Neubau der vier Innenstadtbrücken Venloer Straße, Vogelsanger Straße, Zülpicher Straße und Luxemburger Straße hat zur Folge, dass zwischen dem Kölner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Köln-Süd für 17 Monate keine Züge fahren werden. Das betrifft vor allem die linksrheinische Verbindung von und nach Bonn und die Eifelstrecken. Das Verkehrskonzept wird gerade erarbeitet. „Wir planen, die Menschen so nah wie möglich in den Knoten Köln zu bringen und Umleitungen über die Stadtbahnen der KVB und andere Umleitungsverkehre zu organisieren.“, sagt Norbert Reinkober, Geschäftsführer von go.Rheinland. Eine Umleitung der Verkehre auch über die Südbrücke wird derzeit geprüft. „Die Stadt Köln ist informiert. Wir werden uns mit den Kölner Baustellen abstimmen.“
Der Austausch von Brücken auf der Deutz-Mülheimer Straße zwischen dem Bahnhof Deutz und der Lanxess-Arena kann voraussichtlich erst ab dem Jahr 2030 weitergehen. „Wir bauen Köln-Hagen, auf dem rechten Rhein, auf dem linken Rhein, Köln-Aachen und die Innenstadt-Brücken“, sagt Christian Golenia. „Wir müssen uns daran orientieren, dass wir den Menschen, die nach Köln wollen, noch einen akzeptablen Schienenverkehr anbieten.“
Nach 2028: Generalsanierung Köln-Düsseldorf-Hamm
Die Bahnstrecke von Köln über Düsseldorf und das Ruhrgebiet nach Hamm ist eine der wichtigsten Eisenbahnstrecken in Deutschland. Die Generalsanierung ist eng verknüpft mit dem Ausbau des Rhein-Ruhr-Express. Die Ausbaumaßnahmen für den RRX laufen bereits seit 2017 und werden auch nach dem Abschluss der Generalsanierung fortgesetzt, unter anderem mit dem sechsgleisigen Ausbau zwischen Düsseldorf-Benrath und Duisburg Hauptbahnhof.
2. Halbjahr 2028/2029: Generalsanierung des Korridors Köln-Aachen
Die Strecke Aachen-Köln ist Teil der Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen London, Paris, Brüssel und Köln. Sie verknüpft bedeutende Wirtschaftsregionen und ist auch eine Hauptmagistrale für den internationalen Güterverkehr. Den Bereich Aachen passieren täglich rund 260 Züge. Generalsanierung heißt hier: Ausrüstung für den digitalen Bahnbetrieb durch die Modernisierung von Stellwerken und Bahnhöfen, zusätzliche Überholmöglichkeiten, den Ersatz von Gleisen und Weichen.