Bereits getroffene Ratsbeschlüsse sollen wegen der Haushaltskrise wieder zurückgenommen werden.
Balkantrasse, FörderungLeverkusens neue Sparvorschläge treffen vor allem Umweltthemen
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Dieses Haus in Küppersteg ist bereits gut mit Solarzellen ausgestattet
Copyright: Ralf Krieger
Die Taskforce zur Haushaltssperre hat neue Einsparmöglichkeiten vorgelegt, mit der sich die Stadtpolitiker in den nächsten Sitzungen beschäftigen müssen. Bereits getroffene Ratsbeschlüsse sollen wieder zurückgenommen werden, dieses Mal trifft es vor allem Umweltthemen.
Förderprogramm Photovoltaikanlagen
200.000 Euro wollte die Stadt für 2025 erneut als Förderung für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stellen, die sich eine Photovoltaikanlage oder ein Balkonkraftwerk zulegen. Erstmals hatte die Stadt das Förderprogramm 2023 aufgesetzt, die damals zur Verfügung gestellten 100.000 Euro waren innerhalb von einem Tag vergeben. Der Bedarf ist also da, ebenso hat Leverkusen noch viel ungenutzte private Dachflächen, die zur umweltfreundlichen Energiegewinnung genutzt werden könnten. Der Wiederauflage des Programms hatten zuletzt 36 Ratsmitglieder zugestimmt, bei fünf Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Dieser Beschluss soll nun zurückgenommen werden - nicht nur für 2025, sondern auch für folgende Jahre.
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Förderprogramm Dach- und Fassadenbegrünung
Gleiches gilt für das Förderprogramm für Dach- und Fassadenbegrünung, das mit den gleichen Mehrheitsverhältnissen beschlossen wurde. Auch hier sollen 200.000 Euro eingespart werden.
Balkantrasse
Lange war die Idee umstritten, auf der Balkantrasse erneut einen Schienenverkehr einzurichten. Letztendlich hatte der Leverkusener Stadtrat aber zugestimmt, sich zumindest an der von Remscheid, dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und dem Zweckverband „Go Rheinland“ gewünschten Machbarkeitsstudie zu beteiligen. Die Idee: Von dem auf der ehemaligen Bahntrasse eingerichteten Geh-und Radweg solle ein Teil für eine eingleisige Straßenbahn abgetrennt werden. Nun will die Taskforce die Zusage über 44.625 Euro aus Leverkusen für die Machbarkeitsstudie zurückziehen.
Schulhof GesamtschuleDurch den Anbau an der Gesamtschule Schlebusch ist eine Spielfläche weggefallen. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollten rund 188.000 Euro investiert werden, um den Schulhof an der Ophovener Straße wieder attraktiver zu gestalten: Ein neues Klettergerüst für die jüngeren Schüler, Sport- und Fitnessgeräte für die Älteren, schattenspendende Bäume und insektenfreundliche Sträucher waren geplant. Auch dieses Vorhaben steht nun auf der Streichliste.
Die Sparmaßnahmen werden zuerst im Ausschuss für Bürgereingaben und Umwelt am 14. November beraten, eine Entscheidung trifft der Stadtrat am 16. Dezember.