Im Rhein-Erft-Kreis gibt es nun sechs Rast- und Lernstationen am Erftradweg. In Bedburg steht zudem eine neue Fahrrad-Reparaturstation.
Neue StationLernen und Rasten am Erftradweg in Bedburg

Vertreter von Kommunen, Kreis, Erftverband und Naturpark Rheinland eröffneten offiziell die neue Rast- und Lernstation des Erftradwegs am Wehr in Bedburg-Broich. Landrat Frank Rock setzte sich aufs Fahrrad.
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Die Erft hat ihm den Namen gegeben, die Erft hat ihn in Teilen zerstört. Noch immer ist der Erftradweg nach der Flut im Sommer 2021 noch nicht ganz wiederhergestellt, Umleitungen schließen die Lücke vor allem in Erftstadt. Doch der Erftradweg soll nicht nur wieder auf der alten Strecke wie gewohnt befahrbar sein, er soll auch weiter aufgewertet werden.
Pünktlich zum Start der Fahrradsaison ist der Erftradweg nun um einige Anlaufstationen reicher. Entlang der 110 Kilometer langen Strecke von der Quelle in Nettersheim-Holzmülheim bis zur Mündung in den Rhein bei Neuss-Grimlinghausen wurden 13 Rast- und Lernstationen im Rahmen eines Projekts des Naturparks Rheinland errichtet. Hier sollen Radfahrende nicht nur Erholung finden, sondern auch spannende Einblicke in die Geschichte der Erft gewinnen.
Bedburg: 40.000 Übernachtungen in der Schlossstadt in einem Jahr
Sechs dieser Stationen sind im Rhein-Erft-Kreis verortet. Am Montag, 7. April, präsentierten Landrat Frank Rock (CDU) und Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach (SPD) eine der neuen Raststationen in Höhe des Wehrs an der Erft in Bedburg-Broich. Die Attraktivität des Radwegs sei wichtig, betonte Solbach.
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„Wir haben in Bedburg über 40.000 Übernachtungen im Jahr“, sagte Solbach vor Vertretern von Kommunen, des Landschaftsverbands Rheinland, der Kiltur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln, des Rhein-Erft Tourismus und der Radregion Rheinland. „Die sind nicht nur geschäftlich bedingt, sondern haben auch viel mit Radtourismus zu tun.“
Die Station besteht aus einer Infotafel, einer Picknickbank, an die man auch mit einem Rollstuhl heranrollen kann, und einer Fahrrad-Reparaturstation mit Werkzeug und Luftpumpe. Die Tafel enthält Informationen zum Erftradweg, eine Mitmachaktion für Kinder und einen QR-Code, mit dem sich per Smartphone ein kurzes Hörspiel über die Erft abrufen lässt. „Diese sogenannten Lauschpausen, die auf humorvolle und poetische Weise Geschichten der Erft erzählen, wurden von der Wuppertaler Künstlerin Caroline Keufen konzipiert und eingesprochen“, sagte Frank Scheer vom Naturpark Rheinland.
Landrat Rock betonte den Wert der neuen Anlaufstellen als „Orte, an denen wir uns wohlfühlen können“. Der Erftradweg sei vor der Flut ein Magnet gewesen. „Die Flut hat gewütet und Spuren hinterlassen, diese Spuren müssen wir beseitigen“, sagte Rock.
Dem diene auch das Projekt mit den Rast- und Lernstationen, für die rund 60.000 Euro investiert wurden, vornehmlich aus Fördermitteln des NRW-Umweltministeriums, aber auch mit Unterstützung durch den Landschaftsverband sowie die Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse. Laut Rock, Verbandsvorsteher des Naturparks, waren an dem Projekt drei Kreise, zehn Kommunen, drei Tourismusorganisationen, die Radregion Rheinland, der Erftverband und der ADFC beteiligt.
Zur feierlichen Einweihung der Rast- und Lernstationen veranstaltet der Naturpark Rheinland mit dem Rhein-Erft Tourismus am ersten Wochenende in den Osterferien, 12. und 13. April, zwei Radaktionstage. Entlang des gesamten Erftradwegs erwarten die Besucherinnen und Besucher kostenfreie Aktionen, geführte Radtouren des ADFC sowie kostenlose Stadt- und Museumsführungen. Der Auftakt erfolgt am Samstag mit mehreren Führungen durch das Erftmuseum und die Ausstellung zur Flut 2021 am Naturpark-Zentrum Gymnicher Mühle.
Der Sonntag beginnt mit einer besonderen Aktion: An der Quelle der Erft in Nettersheim-Holzmülheim werden Radlerinnen und Radler mit frischem und vier Grad kaltem Erftwasser feierlich zu Erftkadettinnen und Erftkadetten getauft. Das vollständige Programm entlang der Erft ist zu finden unter www.naturpark-rheinland.de/radaktionstage.