Das Team von Trainer Robert de Pauw unterliegt der TSG Hoffenheim mit 1:2.
FrauenfußballMomente der Unachtsamkeit führen zur Niederlage von Bayer 04 Leverkusen

Leverkusens Synne Skinnes Hansen (Mitte) stürzt sich entschlossen ins Kopfballduell mit ihren Hoffenheimer Gegenspielerinnen.
Copyright: Uli Herhaus
Dieser regnerische Februartag im heimischen Haberland-Stadion wird den Fußballerinnen von Bayer 04 Leverkusen in keiner guten Erinnerung bleiben. Trotz couragierter Leistung verließen sie das Stadionrund nach den 90 Minuten gegen die TSG Hoffenheim mit leeren Händen.
Nach dem 1:2 (1:1) bedauerte Bayer-Trainer Robert de Pauw insbesondere das Zustandekommen des entscheidenden Gegentreffers: „Es ist sehr schade, dass wir durch einen Standard das Spiel verlieren“, sagte der Niederländer über Fabienne Dongus‘ Kopfballtor nach einem Freistoß von Mara Alber (75.).
Früher Rückstand bedeutet eine arge Hypothek für Bayer 04
Einen unaufmerksamen Moment hatte sich seine Mannschaft jedoch auch bereits nach exakt 42 Sekunden geleistet. Einem Stockfehler im Aufbauspiel folgte ein schneller Gegenstoß der TSG. An dessen Ende fand Jill Janssens Erëleta Memeti, die mit ihrem Schuss aus kurzer Distanz der Leverkusener Torhüterin Friederike Repohl keine Chance ließ.
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Der frühe Rückstand bedeutete eine arge Hypothek für das nach dem 2:1 am Montagabend beim 1. FC Nürnberg auf drei Positionen veränderte Bayer-Team. De Pauw hatte die genesenen Lilla Turányi und Sylwia Matysik sowie Loreen Bender für Melissa Friedrich (Bänderriss im Sprunggelenk), Selina Ostermeier und Verena Wieder aufgestellt.
Leverkusen fing sich jedoch schnell. Eine erste Ausgleichschance verpasste Nikola Karczewska, deren Schuss von der TSG-Keeperin Martina Tufeković pariert wurde. Es blieb allerdings ein schwieriges Unterfangen, der Hoffenheimer Defensive Probleme zu bereiten. Durchschlagenden Erfolg brachte erst ein feiner Pass von Bender, der Karczewska die Möglichkeit zum Ausgleich eröffnete. Bayers Topscorerin schoss den Ball kurzentschlossen zum 1:1 ins Hoffenheimer Tor (38.).
Wir haben die Ruhe bewahrt, anstatt in Panik zu verfallen, das spricht sehr für das Team. Leider haben wir es verpasst, nachzulegen
Man habe sich von dem frühen Rückstand gut erholt, lobte de Pauw seine Elf. „Wir haben die Ruhe bewahrt, anstatt in Panik zu verfallen, das spricht sehr für das Team. Leider haben wir es verpasst, nachzulegen“, erklärte er. So reichte den Hoffenheimerinnen in einer chancenarmen zweiten Hälfte letztlich eine Unaufmerksamkeit der Leverkusener Defensive zum Sieg.
Die Frauen-Bundesliga geht nun in eine Länderspielphase. Das nächste Pflichtspiel für Bayer 04 ist das DFB-Pokal-Viertelfinale am Dienstag, 5. März, 18.30 Uhr, gegen den Bundesliga-Konkurrenten SGS Essen. In der Meisterschaft geht es erst am Sonntag, 10. März, 14 Uhr, beim SC Freiburg weiter.
Bayer 04: Repohl - Matysik (65. Ostermeier), Bragstad, Turányi, Skinnes Hansen (73. Johansen), Senß (85. Wieder), Zdebel, Kögel, Vilhjálmsdóttir, Bender (65. Merino Gonzalez) – Karczewska. Tore: 0:1 Memeti (1.), 1:1 Karczewska (38.), 1:2 Dongus (75.). Zuschauer: 440.