Die Pandemie hat gezeigt, dass das öffentliche Gesundheitswesen gestärkt werden muss.
„Bundesweit erstes“Uni Köln gründet neues Institut in der Medizin – Kooperation mit Gesundheitsamt

Die Medizinische Fakultät hat das bundesweit erste Institut für Öffentliches Gesundheitswesen gegründet. (Symbolbild)
Copyright: Arton Krasniqi
Als die Covid-19-Pandemie ausgebrochen ist, stand das öffentliche Gesundheitswesen plötzlich im Fokus. Das hat dessen strukturelle Schwächen offenbart. Die Politik war sich einig: In Zukunft müssen personelle und fachliche Mängel behoben werden, um weitere Epidemien besser zu bewältigen.
Einen Beitrag dazu leistet nun die Universität Köln: Die Medizinische Fakultät hat das nach eigenen Angaben bundesweit erste Institut für Öffentliches Gesundheitswesen gegründet, teilt eine Sprecherin mit. Schwerpunkt der neuen Einrichtung unter Leitung von Professorin Nicole Skoetz sind Forschung und Lehre zu den Themen Gesundheit und Gesellschaft.
Uni Köln: Neues Fach „Öffentliches Gesundheitswesen“ eingeführt
Das Institut führt das Thema „Öffentliches Gesundheitswesen“ erstmals auch als Fach innerhalb des Medizinstudiums an einer deutschen Universität ein, heißt es weiter. Hier stehen bevölkerungsmedizinisch relevante Fragestellungen im Mittelpunkt; zudem sollen Maßnahmen behandelt werden, wie der Gesundheitsdienst optimiert werden kann.Das Institut kooperiert eng mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln.
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Weitere Kooperationspartner sind unter anderem das geplante Bundesinstitut für Prävention und Aufklärung in der Medizin, das Robert Koch-Institut und die Weltgesundheitsorganisation (WHO).Um besser für künftige Pandemien gerüstet zu sein, hatten Bund und Länder im September 2020 den Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst beschlossen.
Der universitären Medizin sollte dabei die Rolle zukommen, gemeinsame Forschungsprojekte anzustoßen. „Es gab bereits vor Corona erfolgreiche Kooperationen von Instituten und Kliniken der Universitätsmedizin mit dem städtischen Gesundheitsamt. In der Pandemie haben wir das noch verstärkt“, sagt Nicole Skoetz. Sie fügt hinzu: „Mit der Institutsgründung können diese Kooperationen in Form gemeinsamer Forschungsprojekte, aber auch durch Fortbildungen systematisch intensiviert werden.“
Größe des Kölner Gesundheitsamts als Chance
Das Gesundheitsamt der Stadt Köln nimmt eine Vielzahl von Aufgaben wahr, darunter den Amtsärztlichen Dienst, die Arzneimittel-, Apotheken und Gefahrstoffüberwachung, die Beratung zu Familienplanung, Gesundheitsplanung und -förderung sowie Suchtprävention. „Wir sehen in der Größe des Kölner Gesundheitsamtes und der Vielzahl der Themen ein enormes Potenzial für eine innovative wissenschaftliche Zusammenarbeit zum Wohl des Gesundheitswesens und der Bevölkerung“, erläutert Gereon R. Fink, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. (gam)