Seit Ende 2018 ist das Museumsgebäude in der Kölner Innenstadt geschlossen, jetzt ist es auch leergeräumt. Bevor die Sanierung beginnen kann, fehlt aber noch ein Beschluss des Kölner Stadtrats.
Jahrelange SanierungRömisch-Germanisches Museum steht erstmals leer – Renovierung beginnt aber noch nicht

Das derzeit geschlossene Römisch-Germanische Museum neben dem Kölner Dom
Copyright: Michael Bause
Das Römisch-Germanische Museum (RGM) am Roncalliplatz in der Kölner Innenstadt ist vollständig leergeräumt und gilt nun auch offiziell als Baustelle. Das teilte die Stadt Köln am Montag mit. Große Exponate wie der Stadttorbogen und der Grabgiebel seien zurückgebaut worden. Die schadstoffbelasteten Exponate wie etwa die Mosaike seien ebenfalls fachgerecht zurückgebaut und eingelagert worden.
Das Gebäude neben dem Dom ist bereits seit Ende 2018 für Besucherinnen und Besucher geschlossen – also seit fast viereinhalb Jahren. Seit Herbst 2019 ist ein Viertel der Ausstellungsstücke im Belgischen Haus in der Nähe des Neumarkts zu sehen.
Dass das Museum nun leer steht, bedeutet aber nicht, dass jetzt auch die Bauarbeiten beginnen können. Die seit 2015 geplante Generalsanierung befindet sich aktuell erst in der Phase der Entwurfsplanung – also in der dritten von insgesamt neun Leistungsphasen beim Bauen.
Alles zum Thema Stadtrat Köln
- Niederkassel Stadtrat muss jetzt über das Bürgerbegehren gegen die ZUE entscheiden
- Antrag im Stadtrat Grüne und Volt wollen Windräder in Köln – Hier könnten sie stehen
- FC, Wetter, Opern-Baustelle Was diese Woche in Köln wichtig wird
- Brisanter Bericht zur Kölner Oper Prüfer rügen Auftragsvergaben ohne „ordnungsgemäße Verfahren“
- Bürgerantrag abgelehnt In Troisdorf soll es keinen Wanderweg für Nackte geben
- Bis zu 30 Prozent mehr Elternvertreter lehnen höhere Kita-Beiträge in Köln ab
- Ost-West-Achse Knappe Mehrheit für den Tunnel im Verkehrsausschuss
Alle künftigen Ausstellungsplätze im Museum müssen nach Angaben der Stadt sowohl statisch als auch gebäudetechnisch hinsichtlich Belüftung oder Beleuchtung in die Konzeption einfließen. Die Verwaltung will das Konzept für die Ausstellung inklusive der dazugehörigen Kosten noch in diesem Jahr den Politikern im Stadtrat vorlegen.
Auf dieser Grundlage sollen sie den Baubeschluss fassen. Die Stadt will zu diesem Zeitpunkt auch die Termine für den Baubeginn, die Fertigstellung und die Inbetriebnahme nennen – dann wird es auch Klarheit über die Kosten geben und darüber, ob die bislang prognostizierten 91,2 Millionen Euro tatsächlich ausreichen.